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Martina Schellander-Kurath: Die Stimme der Arbeit
Martina Schellander-Kurath (35) ist die neue Landesvorsitzende des Arbeitersängerbundes Kärnten. Die Gesangspädagogin will die rund 370 Mitglieder auf Jazz, Rock und Klassik einstimmen.

Foto © PrivatMezzosopranistin Martina Schellander-Kurath gibt beim Arbeitersängerbund Kärnten den Ton an
In die Berg' bin i gern'". Das Lieblingslied von Martina Schellander-Kurath (35) ist zugleich ihr Lebensmotto: Die neue Landesvorsitzende des Österreichischen Arbeitersängerbundes (ÖASB) nutzt jede Möglichkeit, um "in der Natur unterwegs" zu sein. Egal, ob wandernd oder wie derzeit auf Langlaufschiern.
Letzteres sei zwar seit der Geburt von Tochter Alina-Katharina (sie wird Mitte Feber ein Jahr alt) etwas schwieriger geworden, aber "mit guter Planung klappt auch das". Ihre Erfahrungen in Organisation und im Marketing (etwa für die Nockregion, für Don Bosco Österreich oder für das Hilfswerk) waren mitentscheidend, dass Schellander-Kurath zu Jahresbeginn "Chefin" jener 16 Chöre geworden ist, die dem ÖSAB Kärnten angehören. "Mich hat Musik schon als kleines Kind begeistert", sagt die Villacherin.
Aus dieser Begeisterung wurde eine Stimmausbildung als Mezzosopranistin, ein abgeschlossenes Studium der Instrumental- und Gesangspädagogik am Konservatorium, Auftritte mit dem Frauenchor "Harmonie" und dem Extrachor des Stadttheaters Klagenfurt. Besuche in Letzterem sind neben Familie, Musik und Natur Schellander-Kuraths vierte große Leidenschaft.
Eine Vielfalt, die sie den rund 370 Mitgliedern des Arbeitersängerbundes näherbringen will. "Volks- und Kärntnerlied werden im Zentrum unserer Repertoires bleiben, wir wollen aber einen Bogen spannen zu anderen musikalischen Richtungen." Ziel sei es Plattform für alle Formen eines musikalischen Miteinanders zu sein: von Rock, Pop über das Kärntnerlied bis zur Klassik.
Singe und arbeite
Der Arbeitersängerbund wurde vor 120 Jahren gegründet, die Landesorganisation Kärnten vor 104 Jahren. Sein in Latein zusammengefasstes Motto ist "canta et labora", zu Deutsch: "singe und arbeite". Und die sozialdemokratischen Wurzeln will Schellander-Kurath - trotz aller Modernisierung - auch künftig hochhalten. "Vielleicht gelingt es eine Art Klage- oder Protestchor zu gründen. Es gibt ja genug Dinge, die zu kritisieren es sich lohnt."








