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Der Kämpfer mit dem Megafon
Frank Frey (54), der neue Chef der Grünen und passionierte Segler, will kräftig Wind machen.

Foto © WeichselbraunFrank Frey
In seinen Adern fließt grünes Blut. Frank Frey, bisher Parteisekretär der Grünen, wurde am Samstag in Villach zum Landessprecher gewählt. Einen Namen gemacht hat er sich als Anführer von Demonstrationen mit dem Megafon in der Hand. Zum ersten Mal mit der Politik in Kontakt gekommen ist er als Gründer der Bürgerinitiative gegen die City Arkaden in Klagenfurt. Auch als Parteimanager ist er mit der "Flüstertüte" auf die Straße gegangen, als "Einpeitscher" bei den legendären Freitagsdemos oder im Kampf gegen das neue Gas-Dampf-Kraftwerk. Jetzt will er wieder verstärkt die Grundanliegen der Grünen in den Mittelpunkt stellen, die Ökologie und die Sicherheit der Arbeit.
Der akademisch gebildete Philosoph und Pädagoge kommt aus der Wirtschaft, war nach dem Studium als Repräsentant eines Lebensmittel-Konzerns für Südösterreich tätig. Als er dessen Strategien nicht mehr mittragen konnte, bot sich die Parteiarbeit an, zunächst in der Grünen Wirtschaft, seit 2007 als Partei-Geschäftsführer.
Frey ist seit 2008 mit der Pflegehelferin Ute verheiratet, die gemeinsame Tochter Victoria (7) besucht die Volksschule. Die besondere Liebe des geborenen Klagenfurters gilt der Oper: "Als Jugendlicher hab' ich mir im Stadttheater 17-mal hintereinander Rigoletto angeschaut."
Der passionierte Segler ("ab 17 Uhr kommt sogar am Wörthersee der Wind auf") steht gerne am Herd und bereitet mit Vorliebe heimischen Fisch zu. Auch einem guten Stück Fleisch ist er nicht abgeneigt, allerdings nur dann, wenn er weiß, wo es herkommt. Nur Eingeweihte wissen, dass Frank Frey begeistert fotografiert. Von seinen früheren Weltreisen hat er sehenswerte Reportagen angefertigt. Dafür wird er im neuen Job jedoch kaum mehr Zeit finden.








