Bezirks- und Gemeindesuche
Ehrenkommissar des Freistaats
Max Müller (46) ist nicht nur erfolgreicher Schauspieler. Am Heiligen Abend singt er in der Klagenfurter Stadtpfarrkirche.

Foto © RiegerMit den Rosenheim-Cops machte Max Müller TV-Karriere. Aber auch auf der Bühne - etwa mit Karl Merkatz - machte er eine gute Figur
Würstl mit Kraut und später dann eine gefüllte Kalbsbrust - traditionelles Essen kommt bei Müllers zu Weihnachten auf den Tisch. Schauspieler Max Müller verbringt den Heiligen Abend mit seinen Eltern in Klagenfurt. Das Fest mit Herrn Papa, dem bekannten "Süßen Max" (drittes Bild von links), und Frau Mama Maria, die sehr erfolgreich malt, ist besinnlich fröhlich und wird gegen 23 Uhr zu Ende sein.
Dann macht sich Müller junior auf den Weg in die Stadtpfarrkirche, um gegen 23.30 Uhr Bach und Mozart zu singen. Gemeinsam mit den anderen Akteuren wird so die Christmette zu einer mit ganz besonderen Momenten. "Das ist einfach wunderschön!", schwärmt der blonde Mittvierziger, der sich von ehrlichen Gefühlen gern vereinnahmen lässt und neugierig ist, aber rücksichtsvoll und abwägend an die Dinge herangeht.
Ein Vierteljahrhundert ist es her, dass Max Müller seine erste bezahlte Rolle auf der Bühne gespielt hat. Mittlerweile ist der Typ mit dem schelmischen Lächeln im Fernsehgeschäft und auf der Bühne sehr gefragt.
Rosenheim-Cops
Eine Hauptrolle spielt in Müllers Schauspielleben ein Polizist. Seit elf Jahren verkörpert er in der TV-Serie "Rosenheim-Cops" den Uniformierten Michi Mohr. Die rechte Hand der Kommissare Korbinian Hofer und Christian Lind hat sich in der Zeit mächtig entwickelt. Vom übereifrigen Landei zum mittlerweile scharfsinnigen Assistenten, der durchaus ins Schwarze und mit viel Charme auch daneben treffen darf. Wie es im Leben halt so ist. "Elf Jahre in einer Serie und ich bin mit dem ganzen Herzen dabei", gesteht der Klagenfurter, der für seine Rolle vom Freistaat Bayern zum bayrischen Ehrenkommissar ernannt wurde.
"Wir drehen von März bis November, Dezember. Die Rolle nimmt viel Raum ein", erzählt Müller, der bereits im zarten Alter von drei Jahren auf der Bühne stand. Heuer hatte er eine spannende Drehzeit. Aus gesundheitlichen Gründen ("komplizierter Haxenbruch") musste Rosenheim Cop Korbinian einige Zeit pausieren - die Drehbücher wurden modifiziert, andere Rollen entwickelt, neue Schauspieler kamen ans Set.
So sehr Müller auch auf seine Rolle in der bayrischen Provinz steht, im künstlerischen Leben des Klagenfurters ist sie nur ein Baustein. Im Übrigen wird immer erst Ende Februar entschieden, ob es mit den Krimifällen weitergeht. "Quoten schau ich nicht an, denn ich möchte mich nicht verrückt machen. Wenn es mal nicht mehr weitergeht mit den Cops, lebe ich halt bissl sparsamer", so der Hobbyastrologe gelassen. Mit seinem schauspielerischen und sängerischen Können beherrscht er eine überzeugende Bandbreite. Gut 25 Konzerte, Lesungen und Soloabende hat der studierte Sänger 2011 aufgeführt. Mehr geht kaum, "ich brauche auch Raum, um neue Projekte zu entwickeln".
Dafür wird der uniformierte Sonnyboy um die Feiertage wenig Zeit haben. Nach Klagenfurt steht am 26. Dezember ein Konzert mit dem Tölzer Knabenchor in Bayern auf dem Programm.








