Bezirks- und Gemeindesuche
Inspektor für das Internet
Hans-Peter Stückler (41) aus Villach baut im Bundeskriminalamt gerade eine neue Internet-Abteilung auf.

Foto © BMI/KKBeruflicher Mittelpunkt Stücklers ist die Bekämpfung von Internet-Kriminalität
Ich war nie auf der bösen Seite der Macht", beruhigt Peter Stückler. Zwar war er ganz vorne dabei, als in den 1980ern die ersten Computer zugänglich wurden - er lernte den Umgang damit als Schüler der HAK Villach - Hacker war er aber keiner, obwohl er sich sehr fürs Programmieren interessierte. Das Thema ließ ihn bis heute nicht los. Jetzt arbeitet er im Bundeskriminalamt und steht als "Mastermind" hinter dem Aufbau der Abteilung für Internetkriminalität.
Cybercrime-Competence-Center, kurz "C4", ist der markige Titel der neuen Anlaufstelle der Polizei für Verbrechen, die mit dem Internet in Verbindung stehen. Stückler hat die Abteilung als Leiter des Büros für Kriminalstrategie im Bundeskriminalamt installiert, um "den besorgniserregenden Entwicklungen im Bereich des Cybercrime" gegenzusteuern. "Die Delikte betreffen jede Bevölkerungsschicht. Der internationale Aspekt - die Täter sitzen oft im Ausland - ist eine große Herausforderung."
Vor solchen hat Stückler allerdings kaum zurückgeschreckt. In den 1990ern war er Angehöriger der "Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung" (WEGA). Danach hatte Stückler verschiedene Führungspositionen inne. Zusätzlich zum beruflichen Aufstieg schaffte der 41-Jährige ein BWL-Studium. Im Sommer wird er als einziger Österreicher bei einem Schulungsprogramm des amerikanischen FBI teilnehmen. Das Thema: Cybercrime.
Die Problematik begleitet ihn auch im Privatleben. Seinem 15-jährigen Sohn Felix, "ein starker Nutzer", versucht er, die Gefahren klarzumachen. Stücklers Kernsatz: "Das Internet vergisst nichts." Selbst ist Stückler, begeisterter Läufer und Langstrecken-Reisender, noch nie auf Internetbetrug hineingefallen: "Ich befolge ja meine eigenen Tipps."









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