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Zuletzt aktualisiert: 10.10.2011 um 18:39 UhrKommentare

Er löchert den Himalaya

Mario Golger (35) arbeitet in Indien am längsten Tunnel des Landes. Als Chief Resident Engineer ist der Spittaler weltweit im Bau-Einsatz.

Viel beschäftigter Weltenbummler: Bauingenieur Mario Golger

Foto © HoffmannViel beschäftigter Weltenbummler: Bauingenieur Mario Golger

W enn es um ungewöhnliche Einsatzorte geht, kann Mario Golger aus Spittal an der Drau einiges erzählen. Er ist nämlich rund um die Welt im Einsatz. Derzeit arbeitet er als Chief Resident Engineer, als Berater des Bauherrn, in Indien bei der Errichtung des längsten Eisenbahntunnels des Landes mit.

Seit Mai ist Golger durchgehend bei dem Tunnelprojekt vor Ort - Seite an Seite mit dem Kärntner Norbert Schmied (61) aus Treibach-Althofen. Im Auftrag eines Salzburger Ingenieurbüros begleiten sie den Bau des elf Kilometer langen Eisenbahntunnels, der die nordindische Region Kaschmir mit dem Rest des Landes verbinden soll. Ein anspruchsvolles Vorhaben, immerhin handelt es sich dabei um den zweitlängsten Tunnel Asiens.

Nach sieben Jahren Vortriebsarbeit wird der Tunnel nun durchgeschlagen. Für Golger - er ist bei dem Projekt gleichzeitig für Geotechnik, Qualitätssicherung und Bauaufsicht zuständig - ist das ein großer Erfolg. Vor allem freut ihn, dass während der Vortriebsarbeiten niemand tödlich verunglückt ist.

Erfahrungen

"Das ist in Indien keine Selbstverständlichkeit", sagt er. Erfahrung mit indischen Bauprojekten konnte er schon letztes Jahr sammeln, als er bei der Anbindung des Flughafens von Neu-Delhi an das städtische U-Bahn-Netz tätig war. Auch der Dienst im Ausland ist für Golger nichts Neues. In England, Bulgarien und der Türkei hat er im Zuge seiner Arbeit schon gelebt. Er versucht dabei stets, die Länder auch abseits der Baustellen kennenzulernen.

Sein Interesse an fremden Kulturen äußert sich auch privat. Obwohl der Spittaler beruflich ständig auf Achse ist, reist er in seiner Freizeit gerne. Ist er einmal zu Hause in Kärnten, findet er seine Lieblingsplätze hingegen direkt vor der Haustür. "Am liebsten drehe ich mit dem Mountainbike eine Runde um den Millstätter See oder ich mache eine Wanderung auf das Goldeck."

ALEXANDER MELINZ

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