Bezirks- und Gemeindesuche
Edelfeder mit viel Humor
Isabella Straub hat den "wortlaut"-Literaturwettbewerb gewonnen. Am Freitag ist sie Live-Gast der FM4-Sendung "Connected".

Foto © KKNur wenn Isabella Straub über ihre Texte lachen kann, ist sie zufrieden
Um 23.58 Uhr, zwei Minuten vor Einsendeschluss, reichte Isabella Straub ihren Text "Herr Jesus springt" für den FM4-Literaturwettbewerb "wortlaut" ein. Das Engagement in letzter Minute hat sich gelohnt: Aus 900 Einsendungen wurde die Wahl-Klagenfurterin als Siegerin ermittelt. Und das von einer hochkarätigen Jury, in der unter anderem die mehrfach preisgekrönten Autoren Clemens Setz und Paulus Hochgatterer saßen. Ihr Urteil: "Sprachlich exzellent, von der Dramaturgie her gut und der Text hat Witz."
Am Freitag ist die gebürtige Wienerin nicht nur Livegast der FM4-Sendung "Connected" (15 bis 19 Uhr), sondern in Wien wird auch die Anthologie "wortlaut 11. Zirkus" (Luftschacht-Verlag, 13.60 Euro) präsentiert, die die besten zehn Texte versammelt. Wobei das Motto "Zirkus" Straub erst eher abschreckte: "Ich musste, als mein Sohn Tobias noch klein war, in jeden Zirkus gehen. Für mich war das eine Freakshow." Also überlegte sich die 42-Jährige, wen sie sich am wenigsten im Zirkus vorstellen kann und kam ausgerechnet auf Jesus.
Die Hauptprotagonisten ihrer Geschichte, ein Pärchen, hat sie aus ihrem Roman "entlehnt", an dem sie derzeit arbeitet. Wenn ihr Brotberuf ihr Zeit lässt: Die Ex-Journalistin, die für ihre Sozialreportagen (auch für die Kleine Zeitung) zahlreiche Preise einheimste, ist mittlerweile Werbetexterin. Ihre Edelfeder, die sie für ihre Ein-Frau-Firma "textbar - büro für frische worte" schwingt, ist in den Bereichen Tourismus und Gesundheit gefragt.
Wenn sie von der Auftragstexterei ausgepowert ist, tankt Straub seit rund drei Jahren neue Kraft beim Schreiben von Geschichten. Das Rüstzeug dafür hat sie sich in der "Leondinger Akademie für Literatur" geholt. Und ihre Texte müssen vor allem eines sein: komisch. Nur wenn sie beim Schreiben selbst über die Szenen lachen kann, ist sie zufrieden.
Oder, wie im Fall der "Münchner Menülesung", wo sie 2009 Jury- und Publikumspreis absahnte und der Schauspieler, der ihren Text vortrug, wegen eines Heiterkeitsausbruches nicht mehr weiterlesen konnte.









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