Bezirks- und Gemeindesuche
Die Brückenbauerin zwischen Alt und Jung
Inge Gasper (63) aus Klein St. Paul im Görtschitztal hat als erste weibliche Pensionistenvorsitzende der Gemeindebedienstetengewerkschaft große Pläne.

Foto © KKVoll Energie widmet sich Inge Gasper (63) der neuen Aufgabe
Seit 40 Jahren ist sie schon bei der Gewerkschaft, im Juli 2011 wurde sie nun von einem Gremium, auf Wunsch des Landesvorsitzenden, zur Pensionistenvorsitzenden der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten für Kunst, Medien und freie Berufe ernannt. Das Besondere daran: Inge Gasper ist die erste Frau in Österreich, die diese Funktion im Vorsitz innehat. Dass sie sich damit gegen die Männerwelt durchgesetzt hat, ist für Gasper auch ein persönlicher Erfolg.
Begonnen hat Gaspers Karriere bei der Gewerkschaft als Betriebsrätin und später als Personalvertreterin der Regionen St. Veit an der Glan und Feldkirchen. Dabei hat sich die St. Veiterin, die ursprünglich aus Klein St. Paul im Görtschitztal kommt, immer schon für die Verbesserung der Lebenssituation der arbeitenden Bevölkerung eingesetzt.
Die ausgebildete Standesbeamtin, die einen Sohn und eine Tochter hat und außerdem bereits Großmutter von zwei Enkeln ist, hat nun auch in ihrer Pension große Pläne. Als besonders wichtiges Vorhaben nennt Gasper das Seniorenfahrsicherheitstraining, "damit man sieht, wo man steht und einfach einmal übt", wie sie meint. In ihrer Freizeit ist Inge Gasper jedoch vorzugsweise mit dem Fahrrad unterwegs, wenn sie nicht gerade auf Reisen ist. Von Moskau bis Bali hat die Kärntnerin schon einiges gesehen, am liebsten ist sie in Italien. Gasper hat auch vor, die Vernetzung mit den Nachbarländern zu verbessern und vor allem im Alpen-Adria- Raum Kontakte mit den jeweiligen Gewerkschaftsvertretern zu knüpfen.
Auch im Bereich der Pflege will die Pensionistenvorsitzende, deren eigene Mutter bereits 103 Jahre alt ist, etwas erreichen: "Da gibt es jetzt immer so viele Veränderungen, die muss man den Pensionisten mitteilen und sie laufend darüber informieren", sagt Inge Gasper. Die begeisterte Theater- und Musicalbesucherin möchte außerdem kulturelle Veranstaltungen speziell für Senioren mit Ermäßigungen attraktiver machen.
Der Konsens zwischen der Jugend und älteren Menschen ist Gasper ebenfalls ein besonderes Anliegen: "Das gegenseitige Verständnis möchte ich verbessern, man sollte und kann so viel voneinander lernen", erklärt die 63-jährige Pensionistin, die noch lange nicht ans Aufhören denkt.








