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Von der Couch zum Marathon
Der 40-jährige Martin Hosner hatte Übergewicht, litt unter Burn-out. Er kämpfte zurück und startet beim Ironman.

Foto © KLZ/WeichselbraunMartin Hosner schrieb seine Lebensgeschichte in einem Buch nieder: "Als Motivation für andere"
Dieser Parabel werden viele, die einen Ironman geschafft haben, gerne zustimmen: "Ein Ironman-Tag ist wie das Leben", sagt Martin Hosner, "es beginnt mit einem schönen Sonnenaufgang, dann hat fast jeder Probleme, aber am Ende wartet das Ziel." Auf dem ersten Blick wirkt der Wernberger wie ein "normaler" Hobbyathlet, seine Geschichte ist ungewöhnlich.
Beruflich war der Callcenter-Betreiber erfolgreich, gesundheitlich ging es ihm nicht gut - Burn-out, Übergewicht, schlechte Kondition. Vor sieben Jahren beschloss er, das zu ändern. "Kein Kaffee, vegetarische Ernährung, 20 Kilo abgenommen. Und ich begann mit kleinen Radtouren", erzählt Hosner. Dann packte ihn das Triathlonfieber, anfangs mit mäßigem Erfolg. "Beim Velden Triathlon 2008 wurde ich Letzter hinter einem 80-Jährigen." Er kämpfte weiter und finishte im Vorjahr in 13 Stunden 20 Minuten seinen ersten Ironman.
Seine Lebensgeschichte hat er in dem Buch "Ora et Labora, mein Weg vom Couchpotato zum Ironman" niedergeschrieben. "Als Motivation für andere, die sich verrückte Ziele setzen." Glaube spielt für Hosner, der heuer unter 13 Stunden bleiben will, eine große Rolle: "Ich bete während des Rennens und denke an meine verstorbene Großmutter - der wichtigste Mensch in meinem Leben."
Abseits vom Triathlon hat der Italienfan seit 20 Jahren ein Abo für den Fußballklub Udinese, der sich heuer für die Champions League qualifizierte. "Das wichtigste Match habe ich verpasst, weil ich beim Half-Ironman St. Pölten am Start war." Ironman muss eben Prioritäten setzen.









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