Bezirks- und Gemeindesuche
Spittaler Spital-Spezialist
Der 61-jährige Hermann Samonigg aus Spittal ist Leiter des "Allgemein öffentlichen Krankenhauses", das am Freitag nach Renovierung neu eröffnet wird.

Foto © Rie-PressDen Bauhelm kann Hermann Samonigg jetzt an den Nagel hängen - sein Krankenhaus ist fertig renoviert
Studienabbruch - für manche führt er in die Sackgasse, für andere bedeutet er den Karrierestart. Hermann Samonigg zählt auf jeden Fall zur zweiten Kategorie: Er hat sein Medizinstudium in Innsbruck zwar abbrechen müssen, hat aber trotzdem einen "gesunden Weg" eingeschlagen. Als Direktor des "Allgemein öffentlichen Krankenhaus" in Spittal eröffnet er Freitag ein renoviertes Haus.
"Ich habe viele Jahre darum gekämpft, dass unser Haus revitalisiert wird. Das bedeutete lange und schwierige Verhandlungen mit der öffentlichen Hand", sagt Samonigg, der seit 1980 die Geschicke des Krankenhauses leitet. Eigentlich wollte er Chirurg werden, aber die Krankheit seines Vaters erzwang eine verfrühte Hofübergabe: "Es war keine einfache Entscheidung, die Leitung von meinem Vater zu übernehmen, aber es war aus heutiger Sicht die richtige." Richtig entscheiden muss Samonigg weiterhin - er ist für rund 440 Mitarbeiter verantwortlich, die pro Jahr 14.000 stationäre und 40.000 ambulante Patienten betreuen.
Familienbetrieb
Unter der Belegschaft des Krankenhauses findet sich der Name Samonigg ziemlich häufig wieder. Seine Frau Anna unterstützt Hermann bei der Geschäftsführung, die ältere Tochter Andrea hat 2007 die Verwaltungsagenden übernommen und die jüngere Tochter Doris leitet das Team der Physiotherapeuten. Somit ist im Familienbetrieb schon die dritte Generation an Samoniggs vertreten, ein Umstand, der den Chef des Hauses "sehr erfreut, auch wenn es nicht geplant war."
Planung hingegen braucht die spärliche Freizeit Samoniggs. "Besonders in der Anfangszeit gab es keinen Samstag und keinen Sonntag, der Zeitaufwand für das Krankenhaus ist sehr hoch." Dennoch schafft es Samonigg hin und wieder zum Schifahren in die Nockberge, im Sommer geht er gerne Wandern. Sein jüngstes Hobby hat er vor einem Jahr auf ein professionelles Level gehoben: Er ist stolzer Besitzer eines Jagdscheines.








