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Zuletzt aktualisiert: 25.04.2011 um 20:00 UhrKommentare

Küchenchef über den Wolken

Als einziger Kärntner fliegt Reinhard Wastl um die Welt und verwöhnt Business-Class-Passagiere mit Gourmet-Gerichten.

Reinhard Wastl ist der einzige Kärntner im Flying-Chef-Team von Do&Co

Foto © KKReinhard Wastl ist der einzige Kärntner im Flying-Chef-Team von Do&Co

Wer Business-Klasse fliegt, zahlt bis zu 6000 Euro für das Ticket. Dafür wird man bei der AUA aber auch kulinarisch verwöhnt - von einem fliegenden Koch. Reinhard Wastl (34) ist der einzige Kärntner im exklusiven Flying-Chef-Team.

Bevor er vor Kurzem in die Luft ging, servierte er in den Villacher Kindergärten Bio-Speisen für die Sprösslinge. Ein enormer Unterschied? "Nicht so groß, wie man denkt: Laut ist es im Flugzeug auch. Kinder sind ebenso anspruchsvoll. Im Flugzeug gibt es aber mehr Prominente und man muss mehr Safty-Trainings absolvieren", lacht Wastl, der nebenbei auch die Konzert- und Eventagentur Rewa betreibt.

Gewöhnungsbedürftig sind allerdings die neuen Arbeitsbedingungen. Die Boardküche misst rund vier Quadratmeter, auf 10.000 Meter Flughöhe werden bis zu 49 Menüs perfekt angerichtet - allerdings ohne Messer. "Die sind im Flugzeug verboten!" Vor Abflug muss deshalb alles akkurat von Cateringküchen auf dem Boden vorbereitet sein. In Öfen wärmt Wastl dann die Speisen auf, ähnlich wie die Stewardessen. "Allerdings sind die Gerichte andere und sie werden edel auf Porzellan angerichtet."

Auch wenn er fast jeden Passagier (dank Liste und Vorschrift) mit Namen kennt und begrüßt, hat Wastl privat wenig Zeit für Freunde. "Da halte ich per Facebook Kontakt. Ein Privatleben ist mit diesem Job nicht unter einen Hut zu bringen." Nach dem Langstreckenflug hat die Crew zwischen 24 Stunden und einer Woche Aufenthalt am Zielort. "Das hat Vorteile, ich sehe die Welt. Bangkok ist zum Beispiel wunderschön." Für Schlaf findet er da keine Zeit. "Den gibt es erst wieder im Zug von Wien nach Villach." Ein Traumjob? "Jein. Im Moment schon, aber irgendwann will ich zurück in den Kindergarten. Die Kleinen sind mir doch die liebsten Passagiere."

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