Bezirks- und Gemeindesuche
Er rettet aus Feuer und Wasser
Alexander Wultsch (41), Feuerwehrmann aus Krumpendorf, wurde als Lebensretter mit Ehrenkreuz des Landes ausgezeichnet.

Foto © TraussnigHat in einer "brenzligen" Situation kühlen Kopf bewahrt: der Krumpendorfer Alexander Wultsch
JOSEF PUSCHITZ
Ohne Schutzausrüstung oder Atemgerät ist Alexander Wultsch vergangenen November in ein brennendes Haus gelaufen. Der Feuerwehrmann kam einer 87-Jährigen zu Hilfe, die im dichten Rauch alleine keine Chance mehr gehabt hätte. Gemeinsam mit Notarzt Dieter Kopper konnte er der Frau das Leben retten. Dafür wurde Wultsch jetzt vom Land Kärnten mit dem Ehrenkreuz für Lebensrettung ausgezeichnet.
"Das ging so schnell, über richtig oder falsch denkt man da nicht nach", sagt Wultsch, der bei seinem "mit Abstand brenzligsten Rettungseinsatz" ein großes Risiko eingegangen ist. "Aber wenn es um Leben und Tod geht, versucht man einfach so schnell zu helfen, wie man kann."
Der Gruppenkommandant der Feuerwehr Krumpendorf hat das Retten offenbar im Blut, er ist auch Mitglied bei der Wasserrettung. Der Dienst auf dem See ist allerdings weniger glamourös, als man es sich vorstellt: "Es wirkt zwar toll, wenn man im schnellen Boot herumfahren kann. Dass man aber jede Sekunde sprungbereit sein muss und mit Notfällen zu rechnen hat, macht die Sache nicht mehr so beneidenswert." Auch die vielen belastenden Situationen, in die man als Retter kommt, fallen auf die Kehrseite der Heldenmedaille. Die Gespräche mit seinen Kameraden helfen Wultsch dabei, die Erlebnisse zu verarbeiten.
Nicht alle Leidenschaften des 41-jährigen Verkaufsleiters einer Reifenfirma haben mit dem Retten zu tun. Als Obmann des Vespaclubs Wörthersee organisiert er Treffen für Oldtimer-Versionen des Kultfahrzeugs. "Die Vespa fasziniert mich wegen ihrer ästhetischen, taillierten Form. Der Anblick ist so toll, dass Leute an einem modernen Sportwagen vorbeigehen und lieber bei einer alten Vespa stehen bleiben, um sie zu bewundern."
Seinen beiden Kindern hat der Familienvater das Vespafahren in der Hauseinfahrt schon beigebracht. Auf seinem "Gustostück", einer Vespa Baujahr 1952, lässt er aber wohl sonst niemanden ran.








