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Bei ihm tanzen Moleküle
David Egger (23) aus Grafenstein erhielt von der Akademie der Wissenschaften ein prestigeträchtiges Stipendium und forscht jetzt international.

Foto © KK/PRIVAT Mit 22 schloss David Alexander Egger das Diplomstudium ab. Für sein aktuelles Projekt erhielt er Stipendium
In seinem Fall haben Fernsehen und Lehrer ihren Bildungsauftrag perfekt erfüllt. "Schon mit 16 habe ich mir immer Galileo und andere Wissenschaftssendungen angeschaut", erzählt David Egger. "Und mein Professor Otto Dolinsek am Lerchenfeld-Gymnasium hat mich endgültig für die Physik begeistert." Diese Begeisterung hat den 23-jährigen Grafensteiner schon in jungen Jahren eine beachtliche wissenschaftliche Karriere gebracht.
Die vorläufige Krönung erfolgte vor wenigen Wochen mit der Verleihung des DOC-Stipendiums der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Der laut Akademie "hoch qualifizierte" Doktorand am Institut für Festkörperphysik der TU Graz erhielt für die nächsten drei Jahre ein Stipendium von insgesamt 90.000 Euro. Womit befasst sich sein Forschungsprojekt? "Wir betreiben Nano-Forschung und untersuchen die elektronischen Eigenschaften von Molekülen und Festkörpern." Schon in seiner im vergangenen Jahr abgeschlossenen Diplomarbeit hatte er sich mit dieser Thematik befasst.
Das Stipendium und die Unterstützung von Doktorvater Egbert Zojer machen Egger jetzt zum Kosmopoliten. "Ab Ende März werde ich einige Monate an der Humboldt-Universität Berlin forschen, nächstes Jahr dann am Weizmann Institut in Israel", erzählt er, gerade vom größten Physikerkongress Europas an der TU Dresden zurückgekehrt.
Für seine ehrgeizigen wissenschaftlichen Ambitionen hat er eine mögliche sportliche Erfolgskarriere sausen lassen. "In meiner Jugend war ich Mitglied des österreichischen Juniorennationalteams im Straßenradsport. Ich wollte mich dann aber auf das Studium konzentrieren." Jetzt sportelt er zum Ausgleich, "obwohl mich eine Marathon-Teilnahme schon reizen würde". Die Wochenenden verbringt Egger mit seiner Freundin, einer Psychologie-Studentin, oder bei seinen Eltern in Grafenstein. Da fühlt er sich genauso wohl wie an der Uni, beim Tanz der Moleküle.








