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Topmanager, der gerne in der alten Heimat auftankt
Jürgen Maier ist gebürtiger Kärntner und seit zwei Jahren Vorstand der Siemens-Industriesparte in Großbritannien.

Foto © KK/SiemensChef von 5000 Mitarbeitern mit starken Kärntner Wurzeln: Jürgen Maier
Die Begrüßungsansprache beim abendlichen Dinner im englischen Landhaus nahe Milton Keynes nördlich von London lässt noch nichts von seiner Herkunft erahnen. In gepflegtem Oxford-Englisch heißt Jürgen Maier die internationale Journalistenschar willkommen. Als Chef von "Siemens Industries" in Großbritannien und 5000 Mitarbeitern stoßen der Gastgeber und seine Gäste später auf den Formel-1-Weltmeistertitel von Red Bull Racing an. Liefert Siemens doch unter anderen einen wesentlichen Baustein zu diesem Erfolgsprodukt: die Computer-Software PLM, die alle Schritte vom Design bis zur Fertigung des Boliden digital abwickelt.
Im Vieraugengespräch brilliert der 46-jährige Manager schließlich mit perfektem Deutsch, in das sich hin und wieder noch ein versteckter Kärntner Akzent verirrt. Hier hat der Sohn einer Klagenfurterin und eines Villachers seine Kindertage verbracht, ehe er 1974 mit Familie nach England übersiedelt war. Um immer wieder in seine alte Heimat zurückzukehren. "Meine Tankstelle für Körper, Geist und Seele", schwärmt der sympathische Exilkärntner über das Refugium in Velden, in das er sich mit seiner britischen Frau mehrmals im Jahr zurückzieht. Manchmal auch nur für ein verlängertes Wochenende, um dem hektischen Alltag eines verantwortungsvollen Fulltime-Jobs zu entfliehen. Und zum Entspannen beim Schifahren, Mountainbiken oder Schwimmen. Von Manchester aus dirigiert Maier seit 1998 die britische Industrie-Division des weltumspannenden Konzerns mit einem Geschäftsvolumen von 1,3 Milliarden Euro. Der promovierte Fertigungsingenieur hat im Laufe seiner nunmehr schon mehr als zwei Jahrzehnte dauernden Karriere bei Siemens viele Betriebe und Fabriken in den Paradesparten Automation, Transport und anderen Technologien von der Pike auf kennengelernt. Zuerst als Praktikant und dann in vielen Führungspositionen. MICHAEL SABATH








