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Pfadfinder durch die Literaturwelt
Christoph W. Bauer (42), gebürtiger Kolbnitzer, bekam am Freitag den Preis des Kärntner Schriftstellerverbandes überreicht.

Foto © SCHNEIDER Bibliotheken und Buchhandlungen sind die Orte seiner Leidenschaft: Da stöbert Christoph W. Bauer in bekannter und unbekannter Literatur und lässt sich inspirieren
Am Samstag feiert er seinen 42. Geburtstag. Ein Geschenk hat er sich schon am Freitagabend abgeholt: Da wurde Christoph W. Bauer mit dem Preis des Kärntner Schriftstellerverbandes ausgezeichnet.
Der gebürtige Kolbnitzer, der seine Jugend in Lienz und Kirchberg in Tirol verbrachte, freut sich über den "Respekt für die Arbeit, die ich mache". Und die ist durchaus kärntnerisch eingefärbt: Bauer hat Lyrik eingereicht, die eine Reise durch Kärnten - Klagenfurt etwa und Kolbnitz - beschreibt. Titel der Gedichte: "Karantanische Quarantäne". Sie sind Teil eines Zyklus, an dem er gerade arbeitet und der unter dem Titel "Das mir Eingewurzelte ist das mir Fremde" erscheinen soll.
Lyrik, Romane (etwa der Innsbruck-Roman "Im Alphabet der Häuser"), Erzählungen (zuletzt "Der Buchdrucker der Medici"), Theaterstücke ("Miles G."): Bauers literarisches Schaffen ist sehr vielseitig. Und er vergisst dabei auch nicht auf die jungen Leser: Im Sommer erschien das Jugendbuch "Mord in Carnuntum", das während der Römerzeit spielt und ein Projekt des Österreichischen Buchklubs der Jugend ist. Bauer selbst betreut seit Dezember 2009 die Lyrikseite im Jugendmagazin "Topic". Außerdem hält er Workshops mit Jugendlichen ab, unter anderem ist er im Gymnasium Tanzenberg zu Gast.
Für seine Arbeit wurde der "poeta legens" (in etwa der "lesende Poet"), der in den Werken der Weltliteratur seine Stoffe findet, bereits mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem wurde er 2001 mit dem Reinhard-Preissnitz-Preis ausgezeichnet, ein Jahr später folgte beim Bachmann-Wettlesen der Publikumspreis.
Bereits am Samstag reist Bauer von Klagenfurt wieder nach Innsbruck heim. Und die ÖBB macht ihm dabei ein weiteres Geburtstagsgeschenk: "Ich fahre auch an Kolbnitz vorbei, wo ich oft die Ferien bei meiner Großmutter verbracht habe. Das finde ich irgendwie besonders schön."








