Bezirks- und Gemeindesuche
Die Sprache steht bei ihm hoch im Kurs
Werner Wintersteiner (59) bekommt heute in Bremen als erster Österreicher den Erhard-Friedrich-Preis verliehen.

Foto © KK/Privat"Ich mag den Geschmack der weiten Welt", sagt Werner Wintersteiner, der erst kürzlich in Argentinien war
Das Ziel von Bildung ist soziale Gerechtigkeit und nicht sich mit den Ellbogen durch die Gesellschaft zu kämpfen", sagt Werner Wintersteiner, der heute den mit 10.000 Euro dotierten Erhard-Friedrich-Preis für Deutschdidaktik in Bremen verliehen bekommt. Damit ist der 59-jährige Villacher, der in Wien geboren wurde, der erste Österreicher mit dieser Auszeichnung.
Doch was ist eigentlich Deutschdidaktik? Das ist die Vermittlung von Sprache, Literatur und Medien im Deutschunterricht. Und dafür setzt sich Wintersteiner ein und zwar nicht nur im Kompetenzzentrum für Deutschdidaktik an der Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt, sondern auch in der Zeitschrift "ide". "Auf der einen Seite wollen wir Themen wie Multikulturalität, Multimedialität und Mehrsprachigkeit aufgreifen, die für die Weiterentwicklung des Deutschunterrichts wichtig sind. Auf der anderen Seite können wir Österreicherinnen und Österreichern eine Tribüne für ihre Publikationen bieten", sagt Wintersteiner, der Herausgeber der "ide" ist. "Früher war ich alleiniger Redakteur und somit auch Chefredakteur", fügt er lachend hinzu.
Zudem gründete der Weltenbummler, der erst kürzlich in Argentinien und vergangenes Jahr als Gastprofessor in Shanghai war, vor fünf Jahren das Zentrum für Friedensforschung und -pädagogik an der Klagenfurter Universität. Initiativen, Lehrveranstaltungen, Kongresse, Workshops und andere Aktivitäten sollen zum Erhalt von Frieden, Toleranz und kultureller Offenheit beitragen.
Neben dem Reisen hat Wintersteiner seit eineinhalb Jahren noch eine weitere Leidenschaft. "Ich verbringe meine Freizeit liebend gerne mit meinem Enkel Oskar", erzählt Wintersteiner. Und so muss der Kleine auch nicht all zu lange in der Kinderkrippe bleiben.








