Bezirks- und Gemeindesuche
Genie im Puppenstadium
Elias Hanin (10) aus Unterort bei Bleiburg ist ein begeisterter "Biologe". Bei seiner Großmutter darf er das Haus für seine Studien verwenden.

Foto © Katz-LogarDer afrikanischen Gottesanbeterin kann der zehnjährige Schüler Elias Hanin stundenlang zusehen
Ich möchte einmal Biologe werden und wissenschaftlich arbeiten", sagt Elias Hanin, gerade einmal zehn Jahre alt. Seine "Forschungen" betreffen hauptsächlich Insekten, Spinnentiere und Schnecken. Besonders stolz ist Elias auf seine zwei Gamma-Skorpione, die er in Eigenregie gefangen hat. "Diese kleinen Tiere zu finden ist nicht leicht."
Der Fundort war eine Schottergrube. "Einer lag unter einer Decke, der andere unter einer Wassertonne", erzählt Elias aus Unterort bei Bleiburg. Nachdem es zufällig ein Männchen und ein Weibchen waren, gibt es jetzt bereits zehn junge Skorpione. "Über die genaue Lebensweise und Betreuung der Tiere informiere ich mich im Internet."
Im Vorjahr hat Elias sogar eine heimische Gottesanbeterin gefunden. "Sie wurde zwei Wochen alt. Ein hohes Alter für diese Tiere", sagt Spezialist Elias. Von seiner Oma Monika erhielt er nun eine afrikanische Gottesanbeterin, die er stundenlang beobachtet und mit Liebe füttert. "Diese Tiere sind einfach cool und haben spannende Fangtechniken."
Angefangen hat sein Hobby, das er auch gerne seinen Schulfreunden vorzeigt, mit der Studie von Raupen, aus denen schließlich wunderschöne Schmetterlinge schlüpfen. Auf dem Schulweg sammelt er Salamander und Blindschleichen und nimmt sie mit nach Hause, um sie für zwei bis drei Tage zu beobachten. "Bei einem Sommercamp habe ich kürzlich ein Prachtstück von einem Eichenbock gefunden", erzählt er mit strahlenden Augen. Nach zwei Tagen im Glas habe er ihn wieder freigelassen. Elias züchtet außerdem fleischfressende Pflanzen, betreut eine Ameisenfarm und verfügt über eine bemerkenswerte Steinsammlung. Seine Lieblingsfernsehsendung ist das Universum.
"Mein Bildungsweg ist klar", sagt Elias, der bei seiner Oma lebt und dort das ganze Haus als Labor verwendet. Wie er zum Beruf eines Biologen kommt, weiß er ganz genau. Sein Vorbild ist nämlich ein Familienmitglied. "Eine Nichte meiner Oma ist Pilzforscherin mit Doktorat."








