Bezirks- und Gemeindesuche
Professor "Liederlich"
Engelbert Logar (50) ist seit drei Jahrzehnten dem Volkslied und der Volkskultur auf der Spur. Dafür wird er heute auch von Slowenien geehrt.

Foto © LogarLogar sammelte mehr als 10.000 Volkslieder
Das Volkslied ist lebendig." Das weiß niemand besser als Engelbert Logar. In den vergangenen 30 Jahren hat der Musikwissenschafter aus Neuhaus/Suha mehr als 1300 Menschen in Österreich, Slowenien, Bosnien, Albanien und Deutschland befragt und deren Lieder, Kultur und Traditionen dokumentiert. So sammelte er auch rund 10.000 Volkslieder. Für diese Leistung erhält der Träger des österreichischen Staatspreises für Volkskultur heute die silberne Plakette der Republik Slowenien, die höchste Auszeichnung für Nicht-Slowenen.
"Es ist schön zu wissen, dass die eigene Leistung anerkannt wird", sagt Logar (50), der am Institut für Ethnomusikologie der Kunstuniversität Graz beschäftigt ist. Der Neuhauser konnte die Jury mit seinen mehr als 700 Liedarrangements, die in 34 Liederheften und acht Buchbänden erschienen sind, überzeugen. "Ich bin ein Fürsprecher der Volkskultur, weil sie den Menschen dient." Seine wissenschaftlichen Arbeiten treibt er auch in Kooperation mit Instituten für Musikforschung in Österreich und Slowenien voran.
Workoholic
Das Arbeitspensum von Logar, der sich selbst als "Workoholic" bezeichnet, ist enorm. Davon zeugen unzählige Publikationen und wissenschaftliche Beiträge, seine Mitwirkung bei zahlreichen Symposien im In- und Ausland sowie seine künstlerische Unterstützung von mehr als zwei Dutzend Chören in Kärnten und Slowenien.
"Unter Sängern fühle ich mich wohl", sagt der dreifache Familienvater. Dazu hat er als Organist und Kirchenchorleiter in Neuhaus viel Gelegenheit. "Nach der Messe wird im Stammlokal gesungen", erzählt Logar, der aus einer Bauernfamilie stammt, drei Instrumente beherrscht und auf heimischen Bällen gerne das Tanzbein schwingt. Besonders aber freut ihn die Arbeit auf seinem Bergbauernhof, wo er "Ausgleich und die Ruhe" findet.








