Bezirks- und Gemeindesuche
Er lebt Integration und Gleichberechtigung vor
Valid Hanuna (47), aufgewachsen in Syrien, ist Vizebürgermeister in Köttmannsdorf und macht sich beim AVS für die Rechte der Menschen stark.

Foto © SchmerlaibDer gebürtige Syrer Valid Hanuna macht sich als Vizebürgermeister und als Betriebsrat für die Rechte der Menschen stark
Man soll sich das "Fremde" anschauen, versuchen zu verstehen und niemals verurteilen - Das Lebensmotto vom Köttmannsdorfer Valid Hanuna mag zwar für einige banal klingen, doch gerade in diesem Bereich haben laut ihm viele Menschen noch Aufholbedarf. Durch seine Herkunft ist das Thema Integration in seinem Leben allgegenwärtig. "Für mich wird Integration immer wichtig sein, weil ich sie ja auch jeden Tag vorlebe. Ich stehe mit beiden Beinen am Boden und versuche mit den mir vorhandenen Mitteln etwas gesellschaftlich zu bewirken", sagt der gebürtige palästinenser Vizebürgermeister.
Sich selbst integrieren
Integration geht für ihn vor allem vom Menschen selbst aus, wenn man jedoch zu den Randgruppen unserer Bevölkerung gehört, braucht man jedoch Hilfe von Außen. Dass er in Köttmannsdorf zum SPÖ-Spitzenkandidaten gewählt wurde, zeigt, dass die Gemeindebürger ihm Recht geben und dass dieses Thema präsenter denn je ist. Aufgewachsen ist der Weltbürger in Syrien, studiert hat er allerdings in Slowenien, wo er auch geboren wurde. Sein Vater war 1959 der erste arabische Student in Slowenien.
Seit 1989 lebt er mit seiner Frau, eine zweisprachige Kärntnerin und seinen beiden Kindern nun in Kärnten und hat sich bestens integriert. "Für mich ist das Minderheitenproblem in Kärnten nicht erklärlich, denn ich sehe es als verlorene Chance, die gegebene Vielfalt in Kärnten nicht positiv zu leben. Vielfalt muss keine Bedrohung sein", so Hanuna.
Sprachrohr für Menschen
Als Betriebsrat bei der Arbeitsvereinigung der Sozialhilfe Kärnten ist er Sprachrohr für alle 1300 Beschäftigten der AVS in Kärnten. Darüber hinaus, ist er der einzige Vertreter Kärntens im Kernverhandlungsteam des Bags-Kollektivvertrages (Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe).
"Mein Traum ist es, dass Beschäftigte im Sozialbereich, hauptsächlich auch Frauen, ohne Sorgen zu haben von ihrer Arbeit leben können und ich bin stolz, dass bei uns in der AVS das Arbeitsrecht großteils eingehalten wird", so der begeisterte Segler, der leidenschaftlich gern am Meer unterwegs ist - die Segel auf den richtigen Kurs der Gleichberechtigung und der Integration gerichtet.








