Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
09. Februar 2010 22:31 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren 235685 Mitglieder | 236 online

Bezirks- und Gemeindesuche

Dem Wolf auf der Spur Ein Leben für die Musik Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Kärntner des Tages Nächster Artikel Dem Wolf auf der Spur Ein Leben für die Musik
Zuletzt aktualisiert: 21.11.2009 um 19:29 UhrKommentare

Die Herren des Bockbiers

Manuel Düregger (37), Friedrich Koren (46) und Raimund Linzer (41) zaubern für ihre Brauereien - Villacher, Schleppe und Hirter - alle Jahre wieder den traditionellen Weihnachtsbock.

Manuel Düregger, Friedrich Koren und Raimund Linzer (von links) sehen sich weniger als Konkurrenten sondern vielmehr als gute Bekannte

Foto © KoscherManuel Düregger, Friedrich Koren und Raimund Linzer (von links) sehen sich weniger als Konkurrenten sondern vielmehr als gute Bekannte

Schon einmal darüber nachgedacht, welcher Bock im Bier steckt? "Gegen Ende des Mittelalters hatte die deutsche Stadt Einbeck einige hundert Brauereien, die Starkbier brauten", sagt Friedrich Koren, Brauermeister in der Schleppe Brauerei in Klagenfurt. Den bayrischen Herzögen schmeckte das Bier so gut, dass sie es in ihr Land holten. Aus "Ainpöckischem Bier" wurde "Ainpockbier", dann der "Oanbock" und letztlich das "Bockbier". "Zum traditionellen Bockbier gesellte sich später das Symbol des Steinbockes", erklärt Manuel Düregger, Braumeister der Villacher Brauerei.

Der Startschuss für das Starkbier ist Mitte November. "Der Weihnachtsbock zeichnet sich durch seinen kräftigen Geschmack, seine Restsüße und seinen leicht bitteren Abgang aus", sagt Raimund Linzer, Braumeister in der Brauerei Hirt in Micheldorf. "Er ist ein klassischer Vorbote für Weihnachten", fügt Düregger hinzu. Die Braumeister der drei größten Kärntner Brauereien sind sich einig: "Das Bockbier passt ausgezeichnet zu traditionellen Speisen wie Schweinsbraten, Schweinshaxen, Wild und Selchwürsten."

Lieblingsgetränk

Für die drei Kärntner ist der Gerstensaft - wie könnte es auch anders sein - das Lieblingsgetränk. Der 46-jährige Koren hat schon von klein auf bei seinem Vater mitgenascht. Doch eine komplette Flasche Bier hat der Bleiburger erst am Geburtstag seines Sohnes Klaus im Jahre 1985 getrunken. "Und da hat das Ganze natürlich in einem ordentlichen Rausch geendet", sagt Koren, der auch Vater einer 20-jährigen Tochter namens Katrin ist.

Einen Fremdtrinker gibt es auch unter den drei Braumeistern: Düregger trinkt nicht nur ausschließlich Villacher Bier. Der 37-Jährige kann durchaus ein Budweiser strong und ein Trumer Pils genießen. Dabei achtet der Vater eines Sohnes, der in der Gemeinde Paternion lebt, auf die Unterschiede zum Villacher Bier und holt sich neue Anreize.

Kein Dickmacher

Für Linzer, Braumeister der Hirter Brauerei, ist sein Beruf die Erfüllung eines Lebenstraums. "Er ist vielfältig. Ich muss mich bei der Maschinentechnik genauso auskennen wie bei der Elektrotechnik und beim Lebensmittelgesetz", sagt der 41-Jährige, der mit seiner Frau Birgit und den drei Kindern in Gaisberg bei Friesach wohnt.

Und mit einem hartnäckigen Gerücht will das bierige Trio - das sich weniger als Konkurrenten, sondern vielmehr als Freunde versteht und einen gemeinsamen Kegelabend mit Ehegattinnen und Lebensgefährtin anstrebt - aufräumen: Der Bierbauch kommt definitiv nicht vom Bier! "Das Bier ist appetitanregend, aber es macht nicht dick", sagt Koren. "Viele machen den Fehler, dass sie zu viel dazu essen."

ESTHER FARYS

Werbung
Werbung


Fakten

Brauerei Hirt.

Die Brauerei war eine Taverne - eine Raststätte - die den dürstenden Kaufleuten und Rittern auf ihrem Weg von Vindobona in das südliche Aquilea Rast und Verpflegung bot. Seit 1270 wird in Hirt Bier gebraut. Hirt ist erwiesenermaßen eine der ältesten Brauereien Österreichs.

Schleppe Brauerei. Seit 1607 wird vor den Toren der Stadt Klagenfurt das Schleppe Bier gebraut. Das Bier, das damals gebraut wurde, war ein Steinbier, das Volksgetränk Nummer eins. In Steinbierbrauereien wurde - vor allem in Skandinavien und Kärnten - Bier mit glühenden Steinen gesotten.

Villacher Brauerei. Die Geschichte reicht bis ins Jahr 1738 zurück. Am 30. Januar 1807 verließen bereits die ersten spitzkonischen 25- und 50-Liter-Fässer die Brauerei.

Kärnten > Villach

Bewölkt
Villach
min: -5° | max: -2°
7-Tagesprognose

Aktuelle Leser-Fotos

Kärntner des Tages gesucht

 
Wir suchen Ihre Vorschläge! Kennen Sie jemanden, der Besonderes leistet? Dann schreiben Sie uns!
 

 

Babys aus Kärnten



Hochzeiten / Jubiläen

Leserfotos aus Kärnten

Treten Sie mit uns in Kontakt!

 

Verkehrsmeldungen

Foto: ÖAMTC
 

Todesanzeigen

Todesanzeigen aller Bezirke in Kärnten.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang