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Zuletzt aktualisiert: 20.08.2009 um 19:06 UhrKommentare

Botschafter für Cornwall

Benjamin Kuscher (34) war schon immer ein Weltenbummler. Nun betreut er in Brüssel Innovationsprojekte für England.

Benjamin Kuscher betreut er in Brüssel Innovationsprojekte für England

Foto © KoscherBenjamin Kuscher betreut er in Brüssel Innovationsprojekte für England

Was vermisst man im Ausland am meisten? "Kärntner Brot", lacht Benjamin Kuscher. "Das ist wirklich nirgends so gut." Auch in Brüssel nicht. Denn dort arbeitet der gebürtige Klagenfurter seit Anfang des Jahres für die Region Cornwall als Koordinator im Bereich Regionalentwicklung und Innovationsförderung. "Ich berate zwölf kooperierende Regionen, wie sie ihr Geld am besten ausgeben", erklärt Kuscher seinen Job.

In Südwest-England betreut er fortschrittliche Projekte im Bereich Umweltinnovationen. Hier geht es vor allem um den Gewinn von Energie durch Gezeiten und Wellengang. "Es wurde auch ein Gras entwickelt, das für die Kühe verträglicher ist und den Treibhauseffekt reduzieren soll", lacht der 34-Jährige.

Lebensmittelpunkt

Nach der Matura am Gymnasium Viktring ging der begeisterte Hobby-Radfahrer nach Wien. Dort studierte er Internationale Beziehungen und Geschichte. Nach Aufenthalten in Rom, Tunesien, Simbabwe und England arbeitete Kuscher für die UNO in der Slowakei, Burkina Faso und auf Kap Verde.

Stets mit dabei: seine Frau Helga, die er während des Studiums in Wien kennengelernt hat. "Das war Gott sei Dank nie ein Problem." Mittlerweile hat das Paar zwei Kinder, den dreijährigen Maximilian und die einjährige Flora. Noch reist die Familie eifrig in der Weltgeschichte herum, "unser Lebensmittelpunkt ist und bleibt aber Österreich", betont der junge Familienvater.

Nach Kärnten kommt Kuscher mittlerweile nur mehr für Familienbesuche. "Die Landschaft ist zwar wunderschön, jobtechnisch ist es aber uninteressant." In Kärnten gearbeitet zu haben, sei "leider kein Pluspunkt im Lebenslauf", die internationale Reputation sei sehr schlecht. "Kärnten wird wohl eine Urlaubsdestination bleiben", glaubt Kuscher. Und ein Zentrum der Kulinarik. Denn wer den Weltenbummler im Ausland besuchen kommen will, muss auf jeden Fall eines dabei haben: "Sackerlweise Hartwurst und Kasnudeln!"

VERENA GLEITSMANN

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