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Er zieht den Stecker raus
Raphael Pleschounig (22) sorgt mit seinen Freunden dafür, dass ab Donnerstag beim "Acoustic Lakeside" Rocker in gänzlich neuem Stil gehört werden.

Foto © koscherRaphael Pleschounig
Was machen Kärntner Bands, die von der ganz großen Karriere träumen? Entweder a.) weiterträumen, oder b.) sich eine eigene Bühne schaffen. Raphael Pleschounig gehört mit seinen fünf Bandkollegen von "Sauer" zur zweiten Gruppe.
Vor vier Jahren machten er, Paul Kräuter, Gerald Sauer, Christian Srienz, Harald Wieser und Stefan Pirker den Sonnegger See in der Nähe von Eberndorf erstmals zur Bühne für Bands, die akustisch auftreten wollen. Nach dem Premierenerfolg mit lokalen Bands setzte im zweiten Jahr schon der Größenwahn ein. "Wir haben einfach einmal bei Naked Lunch angefragt, ob die auch akustisch spielen möchten." Der tiefe Fall blieb aus, die Herren sagten zu und ebneten so den Weg für ein kleines aber feines Festival. Vor allem aber: Für ein Klangspektrum, das es sonst nur in den seltensten Fällen öffentlich gibt.
Festival
Dass Erfolg gewissermaßen sexy macht, durfte man heuer erfahren, als man bei "Art Brut" anfragte. Eigentlich spielen die Londoner Rockmusik, die sich so anhört, als wollte man mit dem Kopf durch die Wand. Mit Anlauf selbstverständlich. "Doch für uns haben sie ein exklusives Akustik-Programm einstudiert", erzählt Pleschounig. Größte Schwierigkeit dabei: Da die Musiker erst heute mit der Ryanair anreisen, mussten ihnen die Organisatoren akustische Gitarren herbeischaffen. "Übergepäck bei der Ryanair können wir uns schlicht nicht leisten", so der Unterkärntner.
Derlei Kuriositäten und die "gut 60 Freunde, die gratis helfen", geben dem Festival aber erst ihren Reiz. Ob sich Gitarrist Pleschounig da nicht ärgert, selbst keine Gelegenheit zu haben vor den erwarteten 1200 Besuchern zu spielen? "Wir hatten eine Promotion-Tour durch ganz Österreich, das war vorerst genug", erzählt der Tourismus-Student.








