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Sie sammelt Goldmedaillen
Leichtathletin Nedelka Lorenz (38) hat heuer schon drei Staatsmeister-Titel in der Tasche. Traum der Behinderten: Teilnahme an den Paralympics 2012.

Foto © KoscherNedelka Lorenz hat sich in nur zwei Jahren mehr als 20 Staatsmeister-Titel erkämpft
Kugelstoßen, der 100-Meter-Lauf und Speer- oder Diskuswerfen: Diese Leichtathletik-Sportarten sind die Spezialgebiete der Sportlerin Nedelka Lorenz. Die gebürtige Klagenfurterin wurde erst dieses Jahr dreifache Leichtathletik-Staatsmeisterin. Aber Nedelka ist nicht mit alltäglichen Sportlerinnen zu vergleichen. Die 38-jährige Frau ist seit ihrer Geburt behindert. Sie leidet an einer linksseitig spastischen Lähmung. "Für mich persönlich ist die Behinderung kein Problem. Mich stören nur die neugierigen Blicke der Passanten", sagt sie.
Als sich Nedelka beim Behindertensportverband Klagenfurt anmeldete, begann sie mit Schifahren. Kurz darauf entdeckte sie ihre Leidenschaft für Leichtathletik. Gleich bei ihrem ersten Wettbewerb im August 2007 erkämpfte sie die Goldmedaille. Seitdem ist sie nicht mehr zu stoppen und landete - mit Ausnahme von drei Silbermedaillen - jedes Mal auf dem ersten Platz. Kaum zu glauben, dass die ehrgeizige Sportlerin schon mehr als 20 Staatsmeistertitel in der Tasche hat. "Ich glaube, dass die anderen Sportlerinnen viel aufgeregter sind, wenn sie an den Start gehen. Ich bleibe ruhig und lasse mich nicht aus der Ruhe bringen", erklärt sie sich ihren Erfolg.
Familiäre Unterstützung
Unterstützt wird Nedelka nur von ihrer Mutter, die sie zu allen Wettkämpfen begleitet. Die teuren Reisen müssen privat finanziert werden. Vom Verein komme kaum Hilfe. Derzeit trainiert die Sportlerin weniger. Sie genießt den Sommer und verbringt viel Zeit mit ihren vier Brüdern und deren Kindern. Wenn sie aber in der Trainingsphase ist, verzichtet sie kaum einen Tag auf Sport.
Nun hofft die talentierte 38-Jährige auf einen Sponsorvertrag. Der würde ihr helfen, einen ihrer größten Wünsche zu erfüllen: Die Teilnahme an den Paralympics-Meisterschaften in drei Jahren. "Es wäre so toll, dort dabei zu sein", sagt Nedelka.








