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Ein Quartett, das aus voller Seele rockt
Die Funk-Rock-Popper "Ed-Linger" aus Klagenfurt und St. Veit gewannen den Nachwuchsband-Wettbewerb "Kärnten rockt".
In diesem Jahr erfreute sich das Finale des alljährlichen Nachwuchs-Bandbewerbs des Landes Kärnten "Kärnten rockt" allergrößter Beliebtheit. Das "[kwadra:t]" auf dem Klagenfurter Messegelände war Samstagnacht bis auf den letzten Platz besetzt - und so hörten die Mitglieder der Band "Ed-Linger" viel Jubel, als sie zum Sieger gekürt wurden. Als Hauptpreis gab es unter anderem eine CD-Aufnahme im Klagenfurter Young City Recording-Studio. "Dort nehmen wir dann unsere zweite CD auf. Denn die ersten Nummern unseres Erstlingswerkes werden diese Woche noch fertig", freute sich David Edlinger (25), Akustik-Gitarrist, Sänger und Namenspatron der Band.
Familie. Der Tonträger wird "Friction Side" (Reibseite) heißen, mit dem Sieg hat man nicht gerechnet. Obwohl: Bassist Wolfgang Weidmann (25) aus St. Veit hätte sich so einen Erfolg schon ausmalen können - er hat einen Bass-Schlüssel im Nacken eintätowiert, ist sozusagen Vollblutmusiker. Ob das weh getan hat? "Nein. Entweder du bist ein Rocker oder du bist keiner", scherzt Weidmann.
Auf ihn sind die Klagenfurter Funk-Rock-Popper durch ein Inserat gestoßen. "Über die Art der durchaus spießigen Kontaktaufnahme lachen wir noch heute. Aber das Ergebnis passt", sagt E-Gitarrist Andreas Kurent (24) und kann sein Grinsen nicht länger unterdrücken. Sie seien mehr als nur eine Band, längst eine Familie geworden. Die jungen Männer verbringen im Schnitt fünf Tage pro Woche miteinander. Zumindest zwei Mal pro Woche wird geprobt. "In einem modrigen Keller in Waidmannsdorf, der Geruch bringt unsere Lungen zum Schreien", erzählt Schlagzeuger Michael Golautschnig (22).
Berufstätig. Die jungen Männer haben aber auch andere Facetten: Weidmann verdient seinen Lebensunterhalt als Betonpumpen-Maschinist. Er sitzt in einem Lkw mit einer Betonspritze und lenkt die Betonausgabe für diverse Bauten. Edlinger ist bei der ÖBB für die Verwirklichung neuer Bahnhöfe und Trassen verantwortlich. Kurent hilft als Sanitäter beim Klagenfurter Roten Kreuz Notleidenden und der gelernte Maschinenschlosser Golautschnig hat sich als Rettungsfahrer beworben.








