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Villacherin ist als leitende Staatsanwältin "Mittelfrau" zur EU
Als Leitende Staatsanwältin in Wien ist Irene Köck aus Villach Österreichs "Mittelsfrau" zu EU und Europarat und kämpft für humanen Strafvollzug.

Foto © KKIrene Köck aus Villach ist Österreichs "Mittelsfrau" zu EU und Europarat
Schön, wenn man mit 16 weiß, was man werden will. Aber warum Richterin? "Der ganze Tag besteht aus Ge- und Verboten, daher sind Rechtswissenschaften etwas Zentrales", erklärt Irene Köck. Also maturierte sie mit Auszeichnung am Villacher Perau-Gymnasium, studierte in der Mindestzeit Jus und war nach dem Gerichtsjahr Strafrichterin in Wien. "Ein ernster Beruf", sagt die promovierte 54-Jährige, dafür fällt dort das Lustige umso mehr auf: "Einmal stand in einer Polizeianzeige ,Mord am Katzenkater'." Hinreißend waren auch "Spuren im Schnee, die in eine Rauferei ausarteten" oder ein Verwirrter in der Wachstube: "Ich bin der Schah von Persien!" Und der Beamte stellt im Protokoll klar: "Was er aber nicht ist!"
Wechsel ins Ministerium. 1992 wechselte Köck ins Justizministerium, seit 2006 ist sie stv. Leiterin des Strafvollzugs und hat mit einem Kollegen die Oberaufsicht über Österreichs 28 Haftanstalten. Zugleich engagiert sie sich für Österreich in EU und Europarat für einen humanen Strafvollzug: "Viele Länder hatten bis vor zehn, fünfzehn Jahren noch die Todesstrafe. Vor allem in den Staaten der früheren Sowjetunion sind die Bedingungen katastrophal. Die Häftlinge werden nur eingesperrt und verwahrt."
Ständiga uf Reisen. Da ist Österreich vorbildlich, sagt Köck, denn: "Strafvollzug und Menschenrechte gehören zusammen." Der Europarat wählte sie als ersten Österreicher ins "Komitee für Strafvollzug". Für ihre Mission reist sie unermüdlich zwischen Ukraine, Russland, Aserbaidschan, Albanien und so weiter bis nach Jordanien.
Urlaube in Kärnten. Privat hat sie Gatten und Kinder zu Kärnten-Fans gemacht, wo sie regelmäßig den Urlaub verbringt und gern wandert. In ihrem verwilderten Stadtrand-Garten in Wien sagen sich Dachs und Marder "gute Nacht". Sie liest gern Krimis, vor allem die gute alte Agatha Christie. "Weil es in der Freizeit ruhig auch einmal spannend zugehen darf!"








