Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Steiermark-Ausgabe
  • 22. September 2014 00:09 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren

    Bezirks- und Gemeindesuche

    Auf ihrem Hof darf gemeckert werden Arthur Ottowitz: Der Meister des Marktes Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Kärntner des Tages Nächster Artikel Auf ihrem Hof darf gemeckert werden Arthur Ottowitz: Der Meister des Marktes
    Zuletzt aktualisiert: 15.05.2009 um 18:58 UhrKommentare

    Sie baut auf ihre Burg

    Renate Jernej, Historikerin und Archäologin, ist Urheberin des Burgenprojektes in Friesach. Am Samstag erfolgt der Spatenstich für den Burgbau.

    Burgenbau wie im Mittelalter: Renate Jernej musste jahrelang um Verwirklichung ihrer Idee kämpfen

    Foto © phinoBurgenbau wie im Mittelalter: Renate Jernej musste jahrelang um Verwirklichung ihrer Idee kämpfen

    Sie liest Bücher über Hildegard von Bingen und schmökert in den Werken des Thomas von Aquin. "Mich interessiert das Leben im Mittelalter.

    Aus der Vergangenheit lernen. Ich will aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen" sagt Renate Jernej, die ausgerechnet in der Burgenstadt Friesach für den Neubau einer mittelalterlichen Burg verantwortlich ist. Das verklärte Ritterbild interessiert die humorvolle und schlagfertige Wissenschaftlerin nicht. "Einmal Zahnweh haben - und keiner will mehr zurück ins Mittelalter", lacht Jernej. Sie dreht in Friesach mit derzeit zwölf Mitarbeitern das Rad der Zeit um 800 Jahre zurück. Im Süden der Stadt wird eine Burg mit der Technik und den Methoden des 12. Jahrhunderts neu erbaut. Ein Leben im Mittelalter würde sich die Wissenschaftlerin dennoch nie wünschen. "Ich will das Wissen haben, nicht die Rollen" sagt die Klagenfurterin. "Ich wollte einmal nur eine Mauer so errichten, wie es früher üblich war. Dann kam 2005 die Idee für den Neubau der Burg", blickt Jernej zurück.

    Linde pflanzen. Vier Jahre hat es gedauert, bis Jernej den Friesacher Bürgermeister Max Koschitz und das Land Kärnten überzeugen konnte. Der heutige Spatenstich ist für die 41-Jährige, die in Friesach bereits einen historischen Stadtkrug ausgegraben, auf dem Virgilienberg geforscht und 1999 im Amphitheater von Virunum zwei Nemesis-Votivreliefs freigelegt hat, daher ein Freudentag. Als Zeichen mittelalterlicher Gerichtsbarkeit wird heute eine Linde am Burgfried gepflanzt.

    Bis zu 45 Mitarbeiter. Bis zu 45 Mitarbeiter werden bis 2015 die Burg erbauen, bis zu 100.000 Besucher pro Jahr sollen in der Hochphase des Projekts nach Friesach pilgern. Baustoffe werden Holz, Fels und kristalliner Marmor sein, "weil Friesach eigentlich eine Marmorstadt ist". Musik von Johann Sebastian Bach und Gianna Nannini wird Jernej künftig selten hören. Jetzt gilt ihre ganze Aufmerksamkeit dem Projekt. Die dafür benötigten Bäume werden erst während der Bauzeit gefällt. Denn: "Ein funktionierender Wald ist das beste Lager für Holz."

    PHILIPP NOVAK

    Mehr Kärntner des Tages

    Mehr aus dem Web

      Kärnten > Klagenfurt

      Gewitter
      Klagenfurt
      min: 11° | max: 19°
      7-Tagesprognose

      Aktuelle Leser-Fotos

      Kärntner des Tages gesucht

      Wir suchen Ihre Vorschläge! Kennen Sie jemanden, der Besonderes leistet? Dann schreiben Sie uns!

       

      Babys aus Kärnten



      Hochzeiten / Jubiläen

      Leserfotos aus Kärnten

      Treten Sie mit uns in Kontakt!

       

      Verkehrsmeldungen

      Foto: ÖAMTC
       

      Todesanzeigen

      Todesanzeigen aller Bezirke in Kärnten.



      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!