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Manuela Reiner schafft österliche Ei-Kunstwerke
Manuela Reiner verwandelt ausgeblasene Eier in österliche Kunstwerke. Die Villacherin malt auch für das Kärntner Heimatwerk.

Foto © Koscher
Krokusse, Veilchen, Marienkäfer tummeln sich auf ihren Ostereiern. Auf einem anderen blüht rot der Klatschmohn, wieder ein anderes wird umrankt von Kapuzinerkresse.
Alle Motive. Mit routinierten Pinselstrichen lässt die Villacherin Manuela Reiner die Schalen ausgeblasener Eier zu österlichen Kunstwerken erblühen. "Am allerliebsten male ich Blumen, aber ich kann jedes andere gewünschte Motiv ebenso umsetzen, wie beispielsweise Bauernmalerei oder Tiere", sagt die 48-jährige Kunsthandwerkerin, die auf Wunsch alles bemalt und gestaltet: Holz, Keramik, Textilien, Kerzen, Lampenschirme, Stammbäume, etc.
700 Eier. Jetzt aber hat Österliches Hochsaison. Unzählige Osterkerzen hat sie bemalt und vor allem ausgeblasene Eier - über 700 Stück. Die kleinen Kunstwerke schmücken Haushalte im Bekanntenkreis, Basare, Ausstellungen, Hotelhallen. Reiner ist eine der Künstlerinnen, die für das Kärntner Heimatwerk malt: Hier bevorzugt bäuerliche Motive, zu denen sie in gestochen schöner Schrift mit Feder oder Pinsel Sprüche auf die Eier schreibt.
Straußenei. Wie lange die Kunsthandwerkerin, die in der Freizeit gerne kocht und backt, für ein Ei braucht, hängt von Größe und Motiv ab. Die winzigen Eier von Zebrafinken, die sie über einen Händler bezieht, oder die kleinen Wachteleier seien schwieriger zu bemalen als die größeren Hühner- oder Gänseeier, erklärt Reiner. Zwischen 30 und 60 Minuten brauche sie im Schnitt pro Ei. "Für dieses hier habe ich allerdings sechs Stunden gebraucht", lacht Reiner und zieht ein Prachtexemplar hervor: Ein Straußenei mit Osterlamm.
Lehrjahre. Aufgewachsen ist Manuela Reiner in Bad Bleiberg, wo sie auch die Hauptschule absolviert hat: "Ich hatte das Glück, dass eine Lehrerin mein künstlerisches Talent erkannt und sehr gefördert hat." Das kam ihr bei ihrer weiteren Ausbildung zugute. "In der Klagenfurter Hauswirtschaftsschule Harbach habe ich Glückwünschkarten, Briefpapier oder Tischkarten für unsere Veranstaltungen bemalt", erzählt Reiner. "Als ich mit 18 Jahren die Schule beendet hatte, fand ich eine Ausbildungs- und Arbeitsstelle im Kunstgewerbebetrieb Oschlinger in Faak am See, der heute nicht mehr existiert, damals aber mehrere Malerinnen beschäftigt hat." Dort lernte sie, wie Farben richtig gemischt und wie der Pinsel geführt werden muss. Malerei auf Glas, Keramik, Holz wurden für die junge Kunsthandwerkerin bald zur Routine. Rund zehn Jahre arbeitete die junge Kunsthandwerkerin in dem Familienbetrieb, bemalte Tausende Objekte für den Souvenirhandel und das Heimatwerk.
Kinderbuch. Danach absolvierte die Alleinerzieherin - ihr Sohn Raphael ist mittlerweile 25 Jahre alt - eine Ausbildung zur diplomierten Kleinkindbetreuerin, arbeitete mit Kindergruppen. Ihr neuestes Projekt: Reiner hat - nach dem Konzept ihrer Kollegin Alexandra Kravanja - ein Kleinkinder-Buch zum Schauen, Riechen, Tasten illustriert und gestaltet.








