Bezirks- und Gemeindesuche
Klagenfurterin bei Choaching Weltrekordversuch in Hamburg dabei
Barbara Graber (35) aus Klagenfurt machtam Freitag in Hamburg bei einem Weltrekordversuch mit. Das Ziel: Gerechter Lohn für arbeitende Frauen.
Jede Beratung erfordert Geduld, Zeit, Verständnis und eine tief schürfende Bestandsaufnahme der widrigen Bedingungen? Aber mitnichten, wenn man Barbara Graber aus Klagenfurt glauben darf.
Weltrekordversuch in Hamburg. Die 35-Jährige gehört zu jenem illustren Kreis von 50 Coaches (Trainerinnen), die heute in Hamburg einen Weltrekordversuch unternehmen und dabei von Vertretern des Guinness-Buchs der Rekorde genauestens beäugt werden. "Binnen zwölf Stunden wollen wir 1000 Frauen coachen, bessere und erfolgreichere Gehaltsverhandlungen zu führen", erklärt Graber. Da bleiben pro Frau zwar nicht mehr als fünf bis sieben Minuten, aber das muss kein Nachteil sein: "Einige Fehler sind weit verbreitet, da schadet es nicht, wenn wir keine Zeit mit Jammern verplempern, sondern schnell zu Lösungen kommen."
Ungleicher Lohn. Berechtigter Hintergrund des Spektakels: Noch immer verdienen Frauen für gleiche Arbeit bis zu 30 Prozent weniger. Dagegen wurde in den USA der "Equal Pay Day" (Gleicher Lohn-Tag) eingeführt und weltweit "exportiert". Solidarische Frauen tragen zu dem Anlass rote Handtaschen, um das "rote" Minus in ihren Geldbörsen sichtbar zu machen.
Sinnvoll wehren. Und sich sinnvoll zu wehren! "Oft treten Dienstgeber von vorneherein mit niedrigeren Gehaltsvorschlägen an Frauen heran - nach dem Motto: Probieren wird man's wohl noch dürfen!", hat Graber erfahren. Viele Frauen "schmollen" dann gekränkt, kämpfen mit den Tränen, ziehen sich resignierend zurück, anstatt sachlich zu argumentieren. Graber: "Sie sollte nicht sagen, der Mann bekommt aber mehr, sondern selbstbewusst aufzeigen, was ihre Leistungen sind, für die sie die angemessene Bezahlung verlangt." Variationen dieses Grundmusters und wie "sie" optimal damit umgeht, wird heute tausendfach durchgespielt.
Mehr Pfeffer. Graber hat ein Kind, einen Freund und zwei "Leasing-Kinder". Nach der Arbeit mit Kindern, Schülern und Erwachsenen sorgt sie heute dank Perfect Personal Performance für mehr Pfeffer (engl. Pepper)in ihrem Leben und dem ihrer Schützlinge. Und wohl auch in dem zukünftigen Leben einiger männlicher Chefs . . .








