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Die Herrin der Kostüme
Margit Zitter (48) leitet den Fundus des Stadttheaters Klagenfurt. Dort kann sich jeder sein perfektes Outfit für den Fasching ausleihen.

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Beim Kinderfasching als Elefant? Beim Life-Ball als Transvestit? Auf eine Hochzeit als Renaissance-Prinzessin? Kein Problem für Margit Zitter, die für jeden noch so ausgefallenen Wunsch das richtige Kostüm hervorzaubert. Die 48-jährige Maria Rainerin leitet seit vier Jahren den Fundus des Stadttheaters Klagenfurt und ist als solche Herrin über 43.000 Kostüme. Alle Kleider und Kopfbedeckungen aus den Stadttheater-Produktionen werden in der Dr. Franz Palla-Gasse aufbewahrt und bei Bedarf wiederverwendet.
Viel zu tun. Auch Laienspielgruppen, Ballveranstalter oder Privatpersonen greifen gerne auf den Fundus zurück. Für letztere stehen 2000 Kostüme zur Verfügung, die vor allem im Fasching gefragt sind: "Da kommen wir manchmal keine Minute dazu, uns niederzusetzen", erzählt Zitter, die ihre Kunden auch gerne berät: "Das ist manchmal eine richtige Gaudi!"
Life-Ball. Sie selbst schlüpfte zuletzt für den Life-Ball in eines "ihrer" Kostüme, darunter ein Mieder aus der "Beate-Uhse"-Abteilung. Das ist der Spitzname für die Stellagen mit den Dessous, die unter anderem aus der "Rocky Horror Show" stammen.
Kaiser ist beliebt. Einen Faschingstrend 2009 hat die gelernte Schneiderin schon erkannt: Besonders gefragt ist das Kostüm von TV-Kaiser Robert Palfrader: "Was im Fernsehen populär ist, wird immer stark nachgefragt." Dauerbrenner sind übrigens "Pirat" und "Prinzessin": "Viele wollen einmal ausschauen wie Sissi", weiß Zitter.
Kurios. Der kurioseste Wunsch erreichte die Mutter einer erwachsenen Tochter vor zwei Jahren: "Da hat ein Mann einen schwarzen Anzug ausgesucht, weil er für das Begräbnis einer Todkranken gerüstet sein wollte. Der Anzug lag fast einen Monat für ihn bereit, bis er ihn gebraucht hat."








