Bezirks- und Gemeindesuche
Polizist als "Missionar"
Markus Brentschun-Kosielski (35) sorgt im Rahmen einer Mission der Europäischen Union für die Ausbildung von albanischen Polizisten.

Foto © KoscherPolizeiausbilder Markus Brentschun-Kosielski versieht seinen Dienst 14 Monate in Albanien
Albanien stürzte im Jahr 1997 ins Chaos. Der ehemals kommunistische Staat kam mit den ungewohnten Freiheiten der Privatwirtschaft nicht zurecht und rutschte immer tiefer in einen Sumpf aus Korruption und Betrügereien. Die Polizei war machtlos beziehungsweise selbst in dunkle Machenschaften verstrickt.
14 Monate im Einsatz. Ab 7. Jänner ist der Villacher Polizist Markus Brentschun-Kosielski im Rahmen der EU Polizeimission "Pameca III" im Einsatz, um den albanischen Polizeiapparat an europäische Standards anzupassen. Dabei ist er als Experte für Polizeiausbildung 14 Monate in der albanischen Hauptstadt Tirana tätig. "Ich bin dafür verantwortlich, die bestehenden Lehrpläne der albanischen Kollegen zu sichten und zu optimieren", sagt der 35-Jährige.
Ruhender Pol. Der Polizeilehrer studierte Psychologie und Publizistik an der Universität Klagenfurt. Bei der Zusammenlegung von Polizei und Gendarmerie war Brentschun-Kosielski für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, außerdem zeigte er sich bei der Euro 2008 für die psychologische Schulung seiner Kollegen verantwortlich. Bei der Ausbildung legt er besonderen Wert auf Deeskalation: "Der Polizist muss immer der ruhende Pol in der Amtshandlung sein." Die Entscheidung an der Mission in Albanien teilzunehmen fällte er spontan und setzte sich in einem Auswahlverfahren in Tirana gegen sieben Mitbewerber durch.
Glückszahl acht. "Ich hätte aber niemals diesen Schritt unternommen, wenn meine tolle Frau nicht voll hinter mir stehen würde", sagt der Jungvermählte, der Gattin Marta (28) am 8. 8. 2008 geheiratet hat. "Acht ist nämlich unsere Glückszahl. Wir haben uns auch an einem Achten kennen gelernt", erklärt der Fan fernöstlicher Philosophie, der seine Frau und seine zwei Hunde während des Auslandseinsatzes alle sechs Wochen besuchen kommen will.








