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    Zuletzt aktualisiert: 14.12.2008 um 19:26 UhrKommentare

    Seine Teilchen zeigen Wirkung

    Der St. Veiter Wissenschafter Andreas Bernkop-Schnürch (43) hat den "Austrian Nano Award" gewonnen.

    Insulin nicht mehr spritzen müssen, sondern einfach in Form von Tabletten einnehmen? Was bisher nur an Tieren getestet wurde, wäre eine medizinische Revolution für Diabetiker. Und der St. Veiter Wissenschafter Andreas Bernkop-Schnürch arbeitet im Rahmen eines EU-Projektes daran, dass diese Insulin-Tabletten eines Tages vielleicht tatsächlich in den Apotheken erhältlich sein werden - eines von mehreren seiner Projekte.

    Professuren abgelehnt. Der 43-Jährige ist Professor für Pharmazie an der Universität Innsbruck. Für Tirol hat er sich vor sechs Jahren entschieden, nachdem er Professuren an Universitäten in London, Cardiff, Jena, München, Genf und den USA abgelehnt hat. "Die Innsbrucker Universität bot deutlich bessere Bedingungen. Und auch die Nähe zu Kärnten war ausschlaggebend", sagt Bernkop-Schnürch. Gemeinsam mit einem 20-köpfigen Team beschäftigt er sich hauptsächlich mit Teilchen - genauer gesagt Nanopartikeln. Eben diese sollen mithelfen, pharmazeutische Wirkstoffe wirksamer zu machen. Und weil Bernkop-Schnürch in seinem Fach zu den Besten zählt, hat er jetzt den "Austrian Nano Award" verliehen bekommen, mit dem erstmals Spitzenforschende der Nanowissenschaften ausgezeichnet wurden.

    Familien-Tradition. Bernkop-Schnürch hat nicht ganz zufällig in Wien Pharmazie studiert. Seinen Eltern gehört die Bären-Apotheke in St. Veit. "Sie ist eine der ältesten Apotheken Österreichs und schon seit 250 Jahren in Familienbesitz", erzählt der Nanowissenschafter stolz. Und das soll auch so bleiben: "Einmal im Monat mache ich von Donnerstag bis Samstag Wochenenddienst in der Apotheke", sagt Bernkop-Schnürch.

    Bestes Jungunternehmen. Sein Lebensmittelpunkt ist derzeit aber Innsbruck. Dort hat er auch eine eigene Pharmafirma - Thiomatrix - die den Preis "Bestes Jungunternehmen Österreichs" gewonnen hat. Und natürlich seine Familie: die Kinder Laurenz (1), Anika (3), Alisa (4) und seine Frau Astrid, die ebenfalls in Wien Pharmazie studiert hat. Ob er irgendwann die Apotheke der Eltern in St. Veit übernehmen wird? "Sie bleibt auf jeden Fall in Familienbesitz", sagt Bernkop-Schnürch. Nachsatz: "Ich hoffe, dass eines der Kinder Pharmazie studiert."

    ASTRID KULLNIG

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