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Zuletzt aktualisiert: 10.11.2008 um 19:21 UhrKommentare

Die Sissi-Macher in China

Georg Stampfer, Margot Loibnegger und Tamás Ferkay sind das Erfolgstrio, das derzeit in China mit dem "Kaiserin Sissi"-Musical Furore feiert.

"Sissi" in China - Margot Lobnegger im prächtigen Kostüm

Foto © kk"Sissi" in China - Margot Lobnegger im prächtigen Kostüm

Jeden Tag ausverkaufte Häuser und begeisterte chinesische Fans. Das "Sissi-Fieber" grassiert in China. "Schuld" daran ist der Steinfelder Komponist Georg Stampfer, der aus dem in China berühmten "Sissi"-Film mit Romy Schneider eine Bühnenversion gezaubert hat. Ein internationales Ensemble aus 50 Personen tourt nun unter Regie von Tamás Ferkay bis Jänner durch 13 chinesische Städte, gefeierte Premiere war am 1. November in Nanjing. Anlässlich einer China-Reise 2005 wurde der durch spektakuläre Light Shows bekannte Theater-Allrounder Stampfer vom Sissi-Boom angesteckt und konnte über Vermittlung der Produzentin Jin Ling das Grand Theatre in Ningbo als Partner gewinnen.

Viele Sissis gecastet. "Die Chinesen wollen Opulenz und Glanz auf der Bühne", weiß der Fußballfan, der mit viel Energie und Durchhaltevermögen das "Wahnsinnsunternehmen" umgesetzt hat. Viele Sissis mussten gecastet werden, bis den Chinesen die Deutsche Nicole Ciroth zusagte. Die attraktive Sissi-Mutter Ludovica spielt die beliebte Konzert- und Chor-Sopranistin Margot Loibnegger aus Pörtschach, Gründungsmitglied der "Stimmen aus Kärnten", bekannt durch zahlreiche Operetten- und Musicalrollen und Mutter von zwei Söhnen. Alle Darsteller schwärmen von Multi-Talent Tamás Ferkay, dem gebürtigen Budapester, in den Sparten Oper, Operette, Musical und Schauspiel zu Hause und vielen als erfolgreicher Leiter der Komödienspiele Porcia in Erinnerung.

Zwei Kärntner mit dabei. Mit dabei noch zwei Kärntner: Entertainer Fredric Este alias Friedrich Staudacher als Graf Radetzky und die Neuentdeckung Marco Steiner (21) aus Greifenburg als Graf Andrássy. Die Eine-Million-Euro-Produktion wird von China finanziert, ein im TV gezeigter Österreich-Imagefilm wurde auch von der Stadt Klagenfurt gesponsert. So wird Kärntens Landeshauptstadt in China als "Drachenstadt" präsentiert.

ELKE FERTSCHEY

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