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Zuletzt aktualisiert: 17.08.2008 um 18:30 UhrKommentare

Er zieht die Fäden bei Klosterruine

Bernhard Wolfsgruber (57) ist die treibende Kraft bei der Revitalisierung der Klosterruine Arnoldstein.

Als Kind war Bernhard Wolfsgruber schon von der Ruine Arnoldstein fasziniert. sie diente ihm als Spielplatz

Foto © MoritschAls Kind war Bernhard Wolfsgruber schon von der Ruine Arnoldstein fasziniert. sie diente ihm als Spielplatz

Vor 16 Jahren wurde mit der Wiederbelebung der Klosterruine Arnoldstein begonnen, die im Jahre 1106 von Benediktinermönchen gegründet worden war. In der einst brachliegenden Ruine entsteht derzeit ein Kulturzentrum.

Verein. Bernhard Wolfsgruber, Leiter des "Vereins zur Revitalisierung der Klosterruine Arnoldstein" mit derzeit sieben Mitgliedern, zieht mit seinem Team die Fäden. Erst vor Kurzem erhielt er für sein jahrelanges Engagement als Anerkennung das Ehrenzeichen der Marktgemeinde Arnoldstein überreicht. "Diese Auszeichnung ist für alle freiwilligen Helfer und Mitglieder des Vereins, die am Projekt mitarbeiten, gedacht", erklärt Wolfsgruber.

Faszination. Am Beginn war der 57-jährige Pensionist fasziniert von der Abenteuerlust, getrieben vom Forscherdrang. Bereits als Kind hat er viel Zeit bei der Arnoldsteiner Ruine verbracht. Das Areal diente nämlich für viele Generationen von Kindern als perfekter Spielplatz. "Auch mein Sohn Bernhard hat als Ferialpraktikant bei der Klosterruine gearbeitet. Es ist für mich wie beim Häuslbauen: Wenn man anfängt, kann man nicht mehr aufhören", ist Wolfsgruber überzeugt.

Pläne. Der Arnoldsteiner schmiedet viele Zukunftspläne rund um die Ruine und ist stolz auf die Kooperation mit der Marktgemeinde. So sollen Räumlichkeiten für Museumszwecke, Theaterstücke, Ausstellungen, Vernissagen und Seminare auf mehreren Ebenen geschaffen werden. "Im Kulturzentrum sollen auch Künstler aus dem Dreiländereck auftreten", schmiedet der dreifache Großvater Zukunftspläne. All diese Ziele sollen in fünf Jahren, zur 20-Jahr-Feier des Vereins, erreicht sein. Derzeit arbeitet der ehemalige Chorleiter der Singgemeinschaft "Dreiländereck Arnoldstein" mit zwei weiteren Kollegen an der Ruine. 38.000 Stunden wurden bis jetzt investiert, 670.000 Euro an Subventionen benötigt.

Hobbys. Und wenn der 57-Jährige nicht gerade an der Klosterruine arbeitet, verbringt er seine Zeit am liebsten beim Radfahren, beim Wandern und beim Kochen.

HARALD HIRSCHL

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