Bezirks- und Gemeindesuche
Helferin mit viel Kraft
Jasmin Arrich (30) - Notfallmedizinerin und gebürtige Klagenfurterin - wurde auf dem Weg in den Urlaub nach Kärnten zur Lebensretterin.

Foto © kkJasmin Arrich schätzt an ihrer Hiemat nicht nur die schöne Landschaft, sondern auch die Kärntner Küche mit ihren Kasnudln
Sie fuhr mit ihrem Freund Wilhelm in den Urlaub - in ihre Heimat Kärnten. Die beiden waren noch nicht einmal eine Stunde von Wien entfernt, da wurde die 30-jährige Jasmin Arrich schon zur Lebensretterin.
Beim Vorbeifahren. Auf der Südautobahn touchierte, wenige Minuten bevor die gebürtige Klagenfurterin die Unfallstelle passierte, ein älterer Mann die Leitschiene. "Beim Vorbeifahren sahen wir, dass der Mann um die 60 ganz schlecht aussah. Fuhren sofort rechts ran und zogen ihn mit anderen zu Hilfe eilenden Autofahrern aus dem Pkw", erzählt die Notfallmedizinerin an der Wiener Universitätsklinik. "Ich konnte bei ihm keinen Puls mehr feststellen und er atmete auch nicht mehr." Die 30-Jährige leitete mit ihrem Freund unverzüglich die Basisreanimation ein: Herzdruckmassage und Beatmung. Im Zwei-Minuten-Takt wurde gewechselt. "Wir haben auch den Umherstehenden gezeigt, wie das geht. So konnten sie uns helfen. Denn eine Reanimation kostet viel Kraft", erzählt Arrich. Noch bevor die Notärztin und der Rettungshubschrauber zur Unfallstelle kamen, hatte der Mann wieder einen Kreislauf - auch dank eines Defibrilators der eintreffenden Sanitäter. "Wir haben den Verunglückten natürlich direkt geschockt."
Selbstverständlich.Für Arrich war es eine Selbstverständlichkeit, einer in Not geratenen Person zu Hilfe zu eilen. "Das würde ich immer wieder machen. Außerdem gehört das zu meinem Beruf - wir machen das ja tagtäglich", sagt Arrich, die jetzt eine Woche lang ihren Vater in Krumpendorf besucht. Als leidenschaftliche Sportlerin macht sie sich am Wochenende mit ihrem Mountainbike und Freund Wilhelm auf den Weg in die Nockberge. Und den Rest der Zeit genießt sie mit ihrem Vater am Wörthersee.








