Bezirks- und Gemeindesuche
Internet(t)er Wallfahrer
Christian Ertl (42) aus Villach pilgerte über die Via Francigena nach Rom. Über sein Kleine-Weblog hielt er 10.000 Leser auf dem Laufenden.
Christian Ertl bezeichnet sich als religiösen Menschen. Der 42-Jährige geht regelmäßig in die Kirche und sitzt im Pfarrgemeinderat der St. Nikolai-Kirche in Villach. Im Mai machte sich auf die 30 Tage dauernde Pilgerreise über die 1067 Kilometer lange Via Francigena nach Rom.
Ganz mit Gott alleine war Ertl dann allerdings doch nicht. "Ich habe ein Kleine Zeitung-Weblog. Jeden Abend habe ich einen Beitrag erstellt. Ich hätte nicht gedacht, dass meine Reise ein so großes Interesse hervorrufen würde. Als ich nach einem Monat am Ziel war, hatten 10.000 Menschen meine Seite besucht", freut sich Ertl. Das Interesse seiner Leser und ihre aufmunternden Nachrichten haben ihm die Kraft gegeben, Unwettern zu trotzen und seinen Weg fortzusetzen.
Die Idee zur Pilgerreise wälzte Ertl seit Jahren. Doch nachdem ein guter Freund bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen war, wurde aus dem Gedankenspiel ein fester Entschluss. "Mir war klar, dass ich den Weg bald beschreiten muss", so der Villacher. Unterstützung fand der Bankangestellte bei seiner Ehefrau, die es auch durch seine tägliche Berichterstattung leichter fand, ihn ziehen zu lassen.
Glückseligkeit. Was für den leidenschaftlichen Golfer und Sänger der Höhepunkt seiner Reise war, kann er nicht genau sagen. "Die Begegnung mit Mensch und Natur, die erlebte Glückseligkeit oder meine abschließende Audienz beim Papst - all das fließt zu einem einzigen, wunderbaren Monat zusammen", so Ertl. Doch am erfüllendsten war, all diese Momente mit den Lesern teilen zu können. Ertls Reisebericht ist nachzulesen auf www.meinekleine.at/chrischtale.








