Bezirks- und Gemeindesuche
Ein Arzt in höchster Not
Dietmar Alberer (47) aus Klagenfurt soll Ruhe in die Notfallaufnahme des LKH bringen. Dafür steht er "mit meiner Person und meinem Namen".

Foto © KoscherHat klare Vorstellungen, was besser laufen muss: der in Waien geborene "Innere Mediziner" Dietmar Alberer
An die Begeisterung der Eltern über die erste Herztransplantation 1967 kann sich Dietmar Alberer (damals 6) gut erinnern. Zehn Jahre später ist sein Vater wegen der Bandscheiben ein Jahr ans Gipsbett gefesselt - da wäre Alberer lieber nicht so hilflos gewesen. "Ich sah, wie uns die Ärzte behandelten. Das hätte besser sein können." Das Betroffenheits-Erlebnis.
Einsatz. Zwei einschneidende Erfahrungen, um Arzt zu werden, trotz der Schwierigkeiten: "Für Turnusärzte gab's nur wenig Geld, Überstunden wurden nicht bezahlt, wir sollten froh sein, überhaupt eine Ausbildung zu bekommen." Alberer merkte: "Wenn man was erreichen will, muss man sich selbst dafür einsetzen." Noch heute vertritt der Spezialist für Innere Medizin die Ärzte im Klagenfurter LKH-Betriebsrat.
Herausforderung. Jetzt folgt die nächste Herausforderung: Ab 1. Mai soll Alberer die LKH-Notfallaufnahme aus den Schlagzeilen holen. Für Ruhe sorgen. Eine tüchtige, kollegiale Abteilung schaffen. Die leitet er vorerst bis zum Herbst, dann wird das Primariat ausgeschrieben. Und danach? Mal sehen!
Vision. Weil die Räumlichkeiten stehen, aber das LKH neu drumherum aber noch nicht, seien Maßnahmen nötig: ärztliche Verstärkung, besseres Transportwesen, schnelle Zugänge zur Diagnostik, raschere Entscheidungen, wie's mit den Patienten weiter gehen soll. "Ich habe diese Vision und stehe mit meiner Person und meinem Namen dafür, dass das funktioniert. Sonst bin ich an der Aufgabe gescheitert." Kraft dafür geben dem Querflötisten die Musik- und Muße-Stunden mit Gattin und Auch-Ärztin Angelika (Violine, Cello), Sophia (6) und Theresa (7), beide Geige.
Harmonie. Für Harmonie sorgen kann er also. Jetzt muss nur noch das LKH mitspielen.








