Bezirks- und Gemeindesuche
Sie verführen zum Genuss
Edith Weißnegger und Heidemarie Freithofnig vertreten engagiert die Kärntner Seminarbäuerinnen, die jetzt ihr Zehn-Jahr-Jubiläum feiern.

Foto © Koscher PicturesDie beiden Seminarbäuerinnen feiern das Jubiläum
Genießer, die mit dem "Feinschmeckerexpress" auf Entdeckungsreise gehen wollen, sind bei den Seminarbäuerinnen richtig. Feinschmeckertraining gehört ebenso zu ihrem Angebot wie das Schülerprogramm "Kuhle Milch für coole Kids". Gründungsobfrau Edith Weißnegger (42) und ihre Nachfolgerin Heidemarie Freithofnig (39) haben sich der Imagepflege der Landwirtschaft verschrieben.
Glückliche Schweine. Die Kärntner Seminarbäuerinnen - 82 wurden ausgebildet, 35 sind aktiv - haben in zehn Jahren 1600 Lebensmittelkurse veranstaltet, 660 Schulgruppen und mehr als 100.000 Konsumenten über gesunde Ernährung und Landwirtschaft informiert. "Immer mehr Menschen kaufen und essen bewusster", hat Edith Weißnegger festgestellt. Das Gefühl, in der Öffentlichkeit Solidarität vorzufinden, hilft der Schweinemästerin aus Eiersdorf bei Klagenfurt, deren Schweine in warmen, trockenen Liegekisten schlummern und mit hofeigener Maiskornsilage gefüttert werden, die aktuelle Schweinepreiskrise zu "übertauchen". Um sich von den gestiegenen Betriebsmittelpreisen abzulenken, liest die vierfache Mutter, die ebenso gerne Würste wie Torten füllt, wunderbare Buffets und Geschenkkörbe gestaltet, mit Leidenschaft Krimis von Henning Mankell.
Gesunde Jause. Ihre aus Niederösterreich stammende Kollegin Freithofnig, die auf einen Moosburger Pferdebetrieb mit Deckstation geheiratet hat, bevorzugt Frauenliteratur von Gaby Hauptmann. Die begeisterte Chor-Sopransängerin, die mit ihren drei Kindern gerne musiziert, sieht ihren Schwerpunkt in der Aufklärungsarbeit an Schulen. Vor allem die "gesunde Jause" ist ihr ein Anliegen, am Schulkiosk sollen heimische, vollwertige Naturprodukte überwiegen. Dass sich Hauptschüler noch an die Seminarbäuerin, die in der Volksschule zu Besuch kam, erinnern, freut sie sehr. "Das ist für mich ein Gefühl des Erntedanks."








