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Zuletzt aktualisiert: 17.01.2009 um 14:28 UhrKommentare

Grüne: Bundeskongress im wahlkämpfenden Kärnten gestartet

"Grün bewegt. Grün in Bewegung" - FPÖ-Aufbauarbeiten sorgten für Klarstellung des Präsidiums.

Rolf Holub

Foto © Helmuth WeichselbraunRolf Holub

Im wahlkämpfenden Kärnten haben sich die Grünen am Samstag zu ihrem Bundeskongress getroffen. Im Mittelpunkt steht am ersten Tag die Wahl Eva Glawischnigs zur Nachfolgerin von Bundessprecher Alexander Van der Bellen. Auch der neunköpfige Bundesvorstand soll neu gewählt werden. 224 Delegierte haben sich dafür in der Klagenfurter Messehalle 2 zusammengefunden, vorläufiges Ende ist um 17 Uhr.

Entspannte Stimmung. Trotz mancher Differenzen an der Grünen Basis - etwa was die Haltung zur EU betrifft - herrschte entspannte Stimmung vor dem Event. "Grün bewegt. Grün in Bewegung", lautete das offizielle Motto. Als Ehrengast war Parteimitbegründerin Freda Meissner-Blau angereist. Die erste Begrüßungsrede hielt die grüne Klagenfurter Stadträtin Andrea Wulz: "Dass hier in Klagenfurt eine Kärntnerin gewählt wird, ist ein schönes Zeichen." An eine "politisch sehr turbulente Zeit" erinnerte schließlich Bundesgeschäftsführerin Michaela Sburny. Nun gelte es, in Klagenfurt Weichen zu stellen.

Gewohnt kabarettistisch. Der Kärntner Grünen-Chef und Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Rolf Holub, packte in seiner gewohnt kabarettistischen Art ernste Themen an. "Ich darf euch alle recht herzlich in einem anderen Kärnten begrüßen", begrüßte er die Delegierten. "Die Grünen sind das Immunsystem von Kärnten, und das gehört gestärkt", gab er sich wahlkämpferisch. Holub erinnerte an das vom Land eingerichtete "Sonderlager" für Asylwerber auf der Saualpe und den Spruch "Kärnten wird tschetschenenfrei": "Setzt einmal statt Tschetschenen Juden ein und ihr wisst, in welcher Zeit ihr euch befindet", so Holub.

"Wegeführung". Dass die FPÖ bereits in der Nebenhalle für das Neujahrstreffen am Sonntag aufbaute, sorgte für einige notwendige Klarstellungen des Präsidiums. "Das ist eine Situation, wie sie von uns nicht geplant war", beteuerte Ingrid Lechner-Sonneck. Sie kündigte für den nächsten Tag eine "Wegeführung" für die Delegierten an, um nicht bei der falschen Veranstaltung zu landen. In der Halle selbst wurden alle Redebeiträge in Gehörlosensprache übersetzt.


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