Bezirks- und Gemeindesuche
Ein "Hintertürl" für Kabeg-Chefin Manegold
Wortklauberei als der Weisheit letzter Schluss, um der Kabeg-Chefin unangenehmen Prozess gegen Ex-Ärztekammerchef Haas zu ersparen? Von Wolfgang Rausch

Foto © EggenbergerKabeg-Chefin Ines Manegold
Wenn es der Aufsichtsrat wünsche, werde sie die Klage gegen die Ärztekammer in Zusammenhang mit der LKH-"Spitzelaffäre" zurückziehen, wurde Kabeg-Direktorin Ines Manegold im Vorfeld der dieswöchigen Sitzung in Zeitungen zitiert. Das Hölzel zugeworfen hatten ihr der frühere Kabeg-Aufsichtsratschef Kurt Scheuch (FPK) mit dem Rat, im Sinne der wichtigen Zusammenarbeit mit der Ärztekammer nach vorne zu blicken und sein Nachfolger Gernot Darmann, der den Auftrag gerne aufnahm. Nur: Im Aufsichtsrat wurde die Klage von niemandem angesprochen. Wohl aber laut Darmann die Zusammenarbeit mit der Ärztekammer.
Das sollte offenbar die Öffentlichkeit darauf einstimmen, dass die der Bespitzelung von 600 Klinikum-Ärzten verdächtige Manegold erneut den Gerichtssaal und die Aussage von zwei "Kronzeugen" scheuen wird - trotz des dezidierten und weiterhin gültigen Klagsauftrags durch die Expertenkommission. Wie vor der mittwöchigen zweiten Verhandlungsrunde ein "Notausstieg" Manegolds ablaufen könnte, hat Gernot Darmann der Kleinen Zeitung skizziert: "Wenn man sich den Auftrag der Expertenkommission nach dem Buchstaben anschaut, dann hat ihn Frau Manegold mit der Einbringung der Klage bereits erfüllt." Das war mit Bestimmtheit nicht die Intention der Expertenkommission, der es um den Kabeg-Ruf ging.
Die ganze Absurdität der Wortklauberei Darmanns zeigt die Vorgeschichte. Manegold hatte Haas mit der Klagsdrohung gleich ein Vergleichsangebot schicken lassen. Hätte die Expertenkommission einen Vergleich gewünscht, hätte sie folglich gewiss keine Klage befohlen...
















