Bezirks- und Gemeindesuche
Für Manegold beginnt raue Wirklichkeit
Neuer Aufsichtsrat will Kassasturz. Spitzelaffäre als akute Job-Gefahr.

Foto © Bettina Friedl/KLZ
Zwei Jahre agierte Kabeg-Direktorin Ines Manegold quasi losgelöst von Zeit und Raum, unter dem Schutzschirm der von FPK und ÖVP ferngesteuerten Expertenkommission. Die Novellierung des verpfuschten Kabeg-Gesetzes holt sie jetzt aus diesem Paralleluniversum zurück auf den harten Boden der Tatsachen. Seit Anfang September liegt die Verantwortung für die Kabeg wieder beim Aufsichtsrat, der reformiert wurde und dessen Machtverhältnisse garantieren, dass der Kabeg-Chefin schonungslos auf die Finger geschaut werden kann.
Das wird bereits Mittwoch in dessen erster Arbeitssitzung passieren. Zur Beschlussfassung steht ein Rechnungsabschlusses mit Stichtag 31. August, um Manegolds Finanzgebarung zu überprüfen. Nach dem Kassasturz dürften die vielen von ihr eingeholten Beratungsleistungen Thema werden.
Unmittelbares Ungemach braut sich für die umstrittene Managerin in der LKH-"Spitzelaffäre" zusammen. "Für uns ist das sicher kein Thema", wies gestern Zentralbetriebsratsobmann Arnold Auer die via Medien ausgerichtete Empfehlung des früheren Aufsichtsratschefs Kurt Scheuch, Manegold die Klage gegen Ex-Ärztekammerchef Othmar Haas zu ersparen, zurück. Haas hatte Manegold als Urheberin der Affäre bezeichnet. Bewahrheitet sich das, will der Betriebsrat nicht weiter mit ihr arbeiten. Heute ist mit dem Auftrag an Manegold zu rechnen, das unterbrochene Verfahren am 3. Oktober weiterzuführen, womit endlich zwei Kronzeugen zur Aussage gebeten werden könnten.


















