Bezirks- und Gemeindesuche
Josef Huber: "Stünde als Präsident hinter allen Ärzten"
Der Allgemeinmediziner Josef Huber, der nach eigenen Worten eine kleine Wahlarztpraxis in Maria Saal betreibt, ist seit Freitag in der Standespolitik eine große Nummer. Nach den Gesetzen der Logik wird er nächster Kärntner Ärztekammerpräsident.

Foto © APA/RuhdorferJosef Huber: "Gemeinsam kämpfen"
Die "Wahl- und Spitalsärzte Kärnten" (Wsktn) feierten mit Allgemeinmediziner Josef Huber als Spitzenkandidat einen fulminanten Wahlsieg und erreichten mit 16 Mandaten nur eines weniger als die Wahlplattform "Ärzteforum" des amtierenden Kammerchefs Othmar Haas, die 32 Mandate zu verteidigen hatte. Jetzt deutet alles auf eine Koalition mit der Liste "Ärzte & Zukunft" (fünf Mandate), die wie die Wahl- und Spitalsärzte für die Abwahl von Haas mobilisiert hatten. Er habe noch keine Koalitionsgespräche geführt, so Huber am Montag und er gesteht fern jedes Taktierens ein: "Natürlich gibt es eine Gruppierung, mit der wir über weite Strecken Übereinstimmung haben."
"Wsktn" fuhr den Triumph in den Spitälern ein, wo 13 der 16 Mandate erobert wurden. Das überraschte in dieser Höhe, weil Haas und seine Mitstreiter Kurienobmann Boris Fugger und Petra Preiss in den LKH engagierte Arbeit zu leisten schienen.
Was glaubt Huber besser machen zu können? Er will eine Ausbildungsoffensive starten, baut dabei auf eine gemeinsame Anstrengung mit dem Land. Der zweite wesentliche Punkt betrifft Arbeitszeitmodelle, die Ärzten in höherem Alter die Chance geben, "im Spital alt zu werden".
Könnte der mutmaßliche Präsidentenwechsel zu einem "Tauwetter" mit Kabeg-Chefin Ines Manegold führen und jener gar die von der Expertenkommission verlangte Klage gegen Haas in der LKH-"Spitzelaffäre" ersparen, die sie wie der Teufel das Weihwasser fürchtet. Huber: "Das betrifft den amtierenden Präsidenten, da mische ich mich nicht ein."
Wichtiger ist ihm, Ängste zu zerstreuen, er würde Politik nur für die Wahlärzte machen. "Ich bin kein Kassenfeind", sagt er und verspricht: "Als Präsident würde ich alle Gruppen vertreten. Das Gros der Probleme ist nur gemeinsam lösbar."


















