Bezirks- und Gemeindesuche
Personalvertreter Nischelwitzer angezeigt
Ein Bericht der Kleinen Zeitung über ein ungesundes Klima in der Gesundheitsabteilung des Landes hatte Folgen - aber nicht die logischen.

Foto © KLZ/TraussnigZentralpersonalvertretungschef Gernot Nischelwitzer
Am 2. Mai 2011 übernahm die Wirtschaftswissenschaftlerin Melania Deutmeyer die Leitung der zum Kompetenzzentrum 5 erweiterten Gesundheitsabteilung des Landes. Der Einstieg war nicht von Ovationen begleitet, weil die Besetzung von einem aufdringlichen Geruch politischer Einflussnahme begleitet war. Dass die gebürtige Deutsche sich aber bei vielen ihrer Mitarbeiter in dermaßen kurzer Zeit so extrem unbeliebt machen würde, dürfte aber selbst ihre Mentoren vor den Kopf gestoßen haben.
Fakt ist: Wie die Kleine Zeitung am 4. Februar berichtete, gibt es etliche Beschwerden über Deutmeyer. Das war der Redaktion auf Anfrage vom Vorsitzenden der Personalvertretung, Gernot Nischelwitzer, bestätigt worden. Wie massiv die Vorwürfe gegen Deutmeyer sein müssen, lässt sich wohl daraus erahnen, dass Nischelwitzer den Mitarbeitern zum Führen von "Mobbing-Tagebüchern" riet.
Deutmeyer ging, wie es andere vielleicht getan hätten, nicht in sich, sondern eröffnete eine neue Konfliktfront, diesmal mit Personalvertreter Nischelwitzer. Erst wenige Wochen im Amt, sah sich der mit einer Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt wegen des Verdachtes auf Missbrauch der Amtsgewalt sowie wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses konfrontiert. Die Landesamtsdirektion wollte darüber aus Gründen der Amtsverschwiegenheit keine Auskunft geben. Zu erfahren war lediglich, dass man beim Verdacht auf eine strafbare Handlung zur Weiterleitung an die Staatsanwaltschaft verpflichtet sei. Man braucht wenig Fantasie um draufzukommen, wer die Landesamtsdirektion zur Anzeige motivierte. Melania Deutmeyer wurde um Stellungnahme gebeten, meldete sich aber nicht.
Schon Ende Februar stellte die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren gegen Nischelwitzer ein. Das gibt ihm Rückhalt und er warnt: "Ich werde mich von niemandem einschüchtern lassen."

















