Bezirks- und Gemeindesuche
Spitzelaffäre: Schuss vor Bug als Eigentor
Die Kabeg-Chefin Ines Manegold überdribbelte sich in der Spitzelaffäre selbst. Sie drohte Ärztekammerpräsident Othmar Haas mit einer Klage und muss diese jetzt über Auftrag der Expertenkommission tatsächlich einbringen.

Foto © APA
Die Ankündigung, man könne die Urheberschaft von Ines Manegold für die Bespitzelung einer Ärztebetriebsversammlung im Klinikum Klagenfurt beweisen und die Nennung von zwei Zeugen reichten heuer im Jänner für einen blitzartigen geheimen Vergleich der Kabeg mit Ex-Klinikum-Direktor Matthias Angrés. Ein Verfahren - und damit unangenehme Öffentlichkeit - wird es jetzt aber dennoch geben. Weil die Kabeg-Chefin Ärztekammerpräsident Othmar Haas mit einer Klage drohte und diese jetzt über Auftrag der Expertenkommission tatsächlich einbringen muss.
Damit ist die Chance groß, dass die Spitzelaffäre definitiv aufgeklärt wird. Vor Gericht wird es nämlich wohl nur am Rande darum gehen, ob Haas die Spitzelprotokolle an die Ärzteschaft verschicken hätte dürfen, sondern in erster Linie um handfestes Inhaltliches: Manegold habe die Öffentlichkeit nach Strich und Faden belogen, so Haas in seinem Begleitschreiben - und das will er vor Gericht auch beweisen.
Mit der Klagsdrohung hat sich die Kabeg-Chefin ein unangenehmes Eigentor geschossen. Dabei war sie offenbar nur als Muskelspiel gegen den Ärztekammerpräsidenten angelegt. Denn bis zum 22. Dezember hielt man dem Ärztekammerpräsidenten die Möglichkeit offen, die Angelegenheit mit einem Vergleich aus der Welt zu schaffen ...



















Kommentare