Bezirks- und Gemeindesuche
Die Kabeg-Chefin versinkt im Sumpf der Spitzelaffäre
Ein neues Dokument belegt, dass Ines Manegolds Rolle bei der Bespitzelung von Mitarbeitern einem größeren Kreis bekannt war. Die Kabeg zerrt den eigenen Betriebsrat vor das Arbeitsgericht.

Foto © Eggengerger
Auch der geradezu panikartig abgeschlossene Vergleich mit dem entlassenen Med-Direktor des Klinikums Klagenfurt, Matthias Angrés, Stunden, nachdem dessen Anwalt Zeugen namhaft machte, war letztlich verlorene Liebesmüh. Vergangene Woche wurde ein Gedächtnisprotokoll publik, das Ines Manegold als Auftraggeberin der Bespitzelung einer Ärztebetriebsversammlung im Klinikum Klagenfurt im Oktober 2010 nennt. Sie hatte das stets vehement bestritten. Wie sich jetzt zeigt, konnte die unangenehme Wahrheit wohl nur mit viel Druck rund ein Jahr unter der Tuchent gehalten werden. In der Kabeg soll Manegolds Rolle von Anbeginn ein offenes Geheimnis gewesen sein.
Und wie in der Causa Angrés wäre sie nächste Woche wieder vor Gericht zum Thema geworden - im anhängigen Arbeitsgerichtsverfahren mit einer früheren leitenden Angestellten des Klinikums: "Auch im Zusammenhang mit der Abberufung des vormaligen ärztlichen Leiters des Klinikums Klagenfurt wurden zuvor getätigte Aussagen bestritten", spielte deren Anwalt unverblümt auf die Spitzelaffäre an und nominierte als Zeugen die "Kronzeugen" bei der Krisensitzung nach dem Angrés-Rauswurf: Ex-Betriebsdirektor Herwig Wetzlinger und Primarius Georg Pinter, in deren Gedächtnisprotokoll die Manegold schwer belastenden Passagen finden sowie Kabeg-Personalchef Dieter Errath.
Manegold strengte Klage an
Apropos Arbeitsgericht, wo die Kabeg seit Manegolds Wirken fast schon ein Abo hat: Dort wird nächste Woche am Montag nicht nur in der zuvor zitierten Causa verhandelt werden, sondern steht auch noch ein Duell Kabeg gegen Kabeg auf dem Verhandlungsspiegel. Manegold strengte eine Klage gegen den Vorsitzenden des Betriebsrates in der Kabeg, Bernhard Schaller an, weil jener die Zustimmung zur Demontage eines vormaligen Abteilungsleiters verweigert. Das sagt wohl viel über das Klima im Haus aus ...


















