Bezirks- und Gemeindesuche
Dauerpatient Kabeg wieder Fall fürs Gericht
Die Kärntner Krankenhaus-Betriebsgesellschaft Kabeg sorgt dafür, dass den Gerichten die Arbeit nicht ausgeht. Thomas Koperna kämpft gegen seine Entlassung. "Er machte nie Überstunden", klagt Kabeg-Anwalt.

Foto © Weichselbraun/Symbolbild
Mittwoch war wieder einmal das Arbeitsgericht an der Reihe: Thomas Koperna klagte gegen seine Entlassung aus der Kabeg. Wie berichtet, war er als Leiter der "Stabsstelle für medizinische Strukturentwicklung" im August überraschend gefeuert worden. Beim Prozessauftakt vor Richterin Ulrike Svetina brachte Kabeg-Anwalt Michael Sommer einen 30-seitigen Schriftsatz vor. Darin werden noch einmal alle Argumente aufgelistet, die laut Sommer die Entlassung rechtfertigen. Unter anderem heißt es, Koperna habe über einen Zeitraum von Monaten dutzende Patientenfälle nicht aufgearbeitet, bei denen es um organisatorische Belange ging. "Trotz schriftlicher und mündlicher Anweisungen hat er sich beharrlich geweigert", so Sommer. "Teilweise wurden fast Fristen bei Versicherungen übersehen." Zudem habe Koperna nie Überstunden gemacht und nur 40 Wochenstunden geleistet. "Er war kein Vorbild für andere Mitarbeiter", meint Sommer.
"Es gibt schlechtere Bilder"
Koperna reißen diese Argumente nicht vom Hocker. "Es gibt schlechtere Vorbilder in der Kabeg als mich", kommentiert er trocken. Und: "Wenn es notwendig war, habe ich natürlich Überstunden gemacht." Den Vorwurf, dass er sich geweigert habe, wichtige Akten und Unterlagen zu bearbeiten, kann er nicht nachvollziehen. "Das Problem war nie ich, sondern die gesamte Organisation in der Kabeg. Die ist infrage zu stellen", findet Koperna. Das werde er beim nächsten Prozess aufzeigen.
Sommer hat zwar den Antrag gestellt, die Öffentlichkeit auszuschließen. "Aber nur in den Prozessphasen, in denen Daten von Patienten genannt werden. Sonst kann jeder gerne kommen", stellt Sommer klar.


















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