Bezirks- und Gemeindesuche
300.000 Euro für den ehemaligen Kabeg-Chef
Nach einem halben Jahr im Amt wurde Dieter Mandl als Vorstand der Kabeg abberufen. Er forderte 750.000 Euro "Kündigungsentschädigung". Die kolportierte Vergleichssumme soll nun 300.000 Euro betragen.

Foto © KK/LPDDieter Mandl, Kurzzeit-Chef der Kabeg
Das kurze Gastspiel des Grazer Universitätsprofessors Dieter Mandl als Vorstand der Krankenhaus-Betriebsgesellschaft (Kabeg) ist nun auch gerichtlich beendet. Ein Arbeitsgerichtsprozess ist mit einem Vergleich beendet worden.
Nach einem Bericht der "Kärntner Woche" hatte Mandl zunächst 750.000 Euro gefordert, die Kabeg 300.000 Euro geboten. Jetzt hat man sich auf die zuletzt genannte Summe und die Teilung der Verfahrenskosten geeinigt. Im März 2008 war Mandl mit den Stimmen der Freiheitlichen (damals BZÖ) zum Kabeg-Chef gewählt worden, nachdem der Vertrag seines Vorgängers Franz Sonnberger nicht verlängert worden war. Schon nach wenigen Wochen begannen die Turbulenzen, Mandl suspendierte den medizinischen Direktor Thomas Koperna, den kaufmännischen Direktor Herwig Wetzlinger und dessen Stellvertreterin Claudia Scharm-Groicher. Alle Suspendierungen wurden später zurückgenommen. Mandl selbst wurde am 16. September 2008 vom Aufsichtsrat abberufen. Seither forderte er eine "Kündigungsentschädigung".
"Das Prozessrisiko hätte zwei Millionen Euro ausgemacht", zitiert die APA den Chef des Kabeg-Aufsichtsrates Kurt Scheuch. Die kolportierte Ablösesumme wollte Scheuch nicht bestätigen, nur so viel: "Die Beschlusslage der Kabeg wurde zu 100 Prozent erfüllt." Dennoch kann Scheuch nicht verhehlen, dass die Bestellung Mandls eine "unglückliche Personalentscheidung" war.


















