Bezirks- und Gemeindesuche
Kabeg: Kein Prozess gegen Angrès
Ex-Med-Direktor Matthias Angrés, der nach einer Ärztebetriebsversammlung entlassen wurde, einigte sich mit der Kabeg auf einen Vergleich. Angrès ging es ausschließlich um die Wiederherstellung seiner Reputation.

Foto © WeichselbraunMatthias Angrès wurde rehabilitiert
Der enormen Zündstoff bergende Arbeitsgerichtsprozess zwischen dem Ende Oktober gefeuerten Med-Direktor des Klinikums Klagenfurt, Matthias Angrés und der Landesspitälerholding Kabeg, für 27. Jänner angesetzt, findet - wie sich abzeichnete - doch nicht statt. Angrés einigte sich mit der Kabeg auf einen Vergleich. Das bestätigte Mittwoch auf Anfrage der Kleinen Zeitung sein Anwalt Gernot Murko, der über den Inhalt der außergerichtlichen Einigung keine Angaben machte. Vonseiten der Kabeg, von der die Initiative zu einem Vergleich mit Angrés kam, dem es nur um die Wiederherstellung seiner Reputation ging, wurde die Lösung nicht bestätigt.
Manegold belastet
Sie wird der Kabeg auf jeden Fall noch eine Menge Erklärungsbedarf abverlangen, denn Matthias Angrés, der sich im Klinikum in Kürze unglaubliche Sympathien erworben hatte, war mit schweren Vorwürfen überhäuft worden. Seine fristlose Entlassung datiert vom 28. Oktober 2010, nach seiner Teilnahme an einer Ärztebetriebsversammlung, die wegen einer "Spitzelaffäre" nach wie vor für heiße Debatten sorgt. Zumal - und das macht den jetzigen Vergleich so brisant - Angrés-Anwalt Murko vor der ersten Tagsatzung behauptet hatte, er könne belegen, dass Kabeg-Chefin Ines Manegold aktiv an der Entsendung eines Spitzels beteiligt gewesen sei.


















