Bezirks- und Gemeindesuche
Manegold-Gebarung bleibt Thema
Der Bundesrechnungshof nimmt die in anonymen Anzeigen erhobenen Vorwürfe genau unter die Lupe. Im Visier ist besonders die internationale Ausschreibung des Kabeg-Finanzchefs durch eine deutsche Headhunterin, die 24.000 Euro kostete.

Foto © Traussnig
Horrende Kosten für ein abgesagtes Seminar im Schloss Velden (über 40.000 Euro), für eine "Whistleblower-Hotline (über 15.000 Euro) und Anwaltshonorare weit jenseits von 100.000 Euro werden Kabeg-Chefin Ines Manegold unter anderem in zwei anonymen Anzeigen vorgehalten, die Ende November bzw. Mitte Dezember bei Korruptionsstaatsanwaltschaft, Staatsanwaltschaft Klagenfurt sowie Bundes- und Landesrechnungshof einlangten. Zweitere, in welcher der Verdacht der Untreue geäußert wurde, legte die Korruptionsstaatsanwaltschaft nach zwölf Tagen zu den Akten, was in Juristenkreisen nicht nur wegen des völlig unüblichen Tempos noch immer für Verwunderung sorgt. Schließlich wurde da mit Steuergeld auf externe Leistungen zugegriffen, obwohl es in der Kabeg hauseigene Fachleute - konkret in Rechts- bzw. Personalabteilung - gibt.
Im Visier ist besonders die internationale Ausschreibung des Kabeg-Finanzchefs durch eine deutsche Headhunterin, die 24.000 Euro kostete und die mit der Verpflichtung des stellvertretenden Klubdirektors der ÖVP, Martin Payer, endete.
Bei den Anwaltshonoraren stechen über 100.000 Euro für die Kanzlei Gheneff-Rami-Sommer ins Auge. Und vor allem der rückwirkend abgeschlossene Konsulentenvertrag für den Klagenfurter Advokaten Robert Kugler. Pikantes Detail: Er wurde neun Tage vor dem "Spitzelskandal" bei einer LKH-Ärztebetriebsversammlung im Oktober abgeschlossen, bei dem sich Kugler schützend vor die Kabeg-Chefin stellte, der kürzlich mindestens die Mitwisserschaft unterstellt wurde. Knapp über 25.000 Euro verrechnete Kugler für sein Wirken von April bis Oktober.
Im Gegensatz zur Korruptionsstaatsanwaltschaft hat der Bundesrechnungshof das Kapitel Manegold nicht so schnell zu den Akten gelegt. In Absprache mit dem Landesrechnungshof Kärnten wurde wie üblich eine Stellungnahme zu den Vorwürfen angefordert. Bezüglich der ersten Anzeige liegt sie bereits vor und derzeit wird erhoben, ob eine Prüfung eingeleitet werden muss.



















