Bezirks- und Gemeindesuche
Manegold-Mentor tauchte ab
Peinlich für die Kabeg-Chefin Ines Manegold, dass jetzt auch noch jenes Magazin, das sie zur "Managerin des Jahres" machte, auf Distanz zu gehen versucht. Welche Erfolge Ines Manegold erzielt hat, ist noch immer offen.

Foto © KKAxel Ekkernkamp bleibt die Antwort schuldig, welche Erfolge Kabeg-Chefin Ines Manegold erzielt hat
Die Kunde, dass Ines Manegold vom KMA-Magazin, einem deutschen Gesundheits- und Wirtschaftsblatt, zur "Managerin 2010" gewählt wurde, war Kabeg Aufsichtsratschef Kurt Scheuch (FPK) sogar eine öffentliche Gratulation wert, inklusive des Zusatzes, dass ihr diese Auszeichnung sicherlich gebühre. Diese Sicht werden viele nicht teilen, erst recht nicht, seit die Kleine Zeitung in ihrer Mittwochausgabe merkwürdige Hintergründe enthüllte. Die überraschende Kür riecht unangenehm nach Freunderlwirtschaft, mit dem Ziel, der schwer angeschlagenen Kabeg-Chefin Rückenwind zu geben - was jedenfalls gründlich misslang.
Zentrale Figur ist der Berliner UKH-Direktor Axel Ekkernkamp, Mitglied des Herausgebergremiums von KMA. Ekkernkamp gehört seit Oktober auch der Kabeg-Expertenkommission an. Vorgeschlagen von wem? Erraten: Ines Manegold. Ekkernkamp ging offenbar auf Tauchstation, als sich abzeichnete, dass die Managerwahl für Wirbel sorgen würde. Seit Dienstag reagierte er weder auf eine telefonische Anfrage noch auf eine entsprechende E-Mail unseres Blattes, das gerne von ihm gehört hätte, welche Erfolge Ines Manegold bislang im Kabeg-Chefbüro erreicht hat.
Gereizte Stimmung
Die Kleine Zeitung steht mit ihrem Interesse für die Rolle des Berliner Professors bei der Manegold-Wahl aber keineswegs allein. Aus einschlägigen Kreisen wurde uns von mehreren geharnischten Protesten in Richtung Ekkernkamp und KMA berichtet, was die gereizte Stimmung bei KMA-Chefin Ingrid Mühlnikel, nebstbei Autorin der Manegold-Laudatio, erklären würde. Im Wege einer klassischen Kindesweglegung wollte Mühlnikel gar die Urheberschaft für den Preis an den Club der deutschen Gesundheits- und Wirtschaftsjournalisten (CDGW) delegieren (wo Ekkernkamp als Präsidiumsmitglied firmiert). Dort spielte man den Ball volley zu KMA zurück, eine Jury des Magazins mit Chefredakteur und Herausgebern vergebe in absoluter Eigenverantwortung die Auszeichnung.
Kärntens Politik täte gut daran zu hinterfragen, ob die Dienste Ekkernkamps unter diesen Vorzeichen weiterhin wünschenswert sind. Albert Kreiner, Vorsitzender der Kabeg-Expertenkommission, will diesem unverhohlenen Netzwerken aber vor allem positive Seiten abgewinnen: "Wenn wir jemanden haben, der einen Kärntner Manager so fördern kann, ist das doch nichts Schlechtes, oder?" fragt er. Er habe Ekkernkamp als fundierten Fachmann kennengelernt, sehe keine Unvereinbarkeit und auch keine Freunderlwirtschaft.


















