Bezirks- und Gemeindesuche
Causa Jost: Stadt vertraut auf Angerer
Die Stadt Klagenfurt habe "ihren" Rechtsanwalt Manfred Angerer in die Wüste geschickt. Dieses Gerücht macht seit Tagen die Runde. Alles nicht wahr, so Angerer und Raphael Spatzek, Sprecher von Bürgermeister Christian Scheider (FPK), in trauter Einigkeit. "Ich habe keine Kündigung oder Beeinträchtigung meiner Vollmacht erhalten", sagt Angerer. "Das Gerücht stimmt nicht", sagt Spatzek. Angerer erhielt Ende 2009 von Scheider den Auftrag, die Stadt im Rechtsstreit mit ihrem damaligen Magistratsdirektor Peter Jost zu vertreten. Mit bescheidenem Erfolg - zumindest aus Sicht der Stadt. Das Bundesamt zur Korruptionsbekämpfung sprach Jost von allen Vorwürfen, die die Stadt gegen ihn erhoben hat, frei. Der Prozess Jost gegen Stadt vor dem Arbeitsgericht steht und Scheider segelt auf Versöhnungskurs. Wie berichtet, war der von ihm angezeigte Jost "Ehrengast" der "Zehn Jahre Christian Scheider"-Feier.
Eine andere Personalentscheidung sorgt für Gesprächsstoff: die Ernennung von Christian Leyroutz zum Aufsichtsrat der Stadtwerke. Der Anwalt könnte sogar Aufsichtsratsvorsitzender und damit Nachfolger des wegen der Telekom-Affäre zurückgetretenen Mathias Reichhold werden. Ungewöhnlich, denn Leyroutz ist geschäftsführender Landesparteiobmann der FPÖ Kärnten. "Kein Problem, er hat ja kein Mandat", sagt Spatzek.


















