Bewegende Schicksale
Archive zeugen von skrupelloser Beseitigungspolitik.
Stunden, teilweise auch Tage, brachten Daniel Jamritsch und Bernhard Gitschtaler in Archiven zu: "Die Dokumente sind verstreut von London über Berlin, Wien, Klagenfurt und Dachau. Vor allem die Archive ehemaliger Konzentrationslager sind wichtig. So sammeln wir Ergebnisse und bringen sie in Verbindung." Dabei, sowie beim Studieren einschlägiger Literatur, förderten die Gailtaler bewegende Schicksale zu Tage. Wie jenes der Stefanie Ranner, die im KZ ermordet wurde, weil sie einen polnischen Zwangsarbeiter liebte und ein Kind von ihm bekam. "Sie ist bis heute nicht rehabilitiert", weiß Jamritsch. Wilhelm Mößlacher aus Edling bei St. Stefan/Gail verweigerte als Pazifist den Kriegsdienst, wurde dafür zum Tod verurteilt und in Graz enthauptet.
Grausam ist auch das Schicksal des Vorderberger Pfarrers Otto Schuster, der gegen den Faschismus predigte, dafür ins KZ Dachau deportiert und als Testperson für qualvolle medizinische Versuche (Unterdruckexperimente) missbraucht wurde. Er starb schließlich fürchterlich entstellt in der Gaskammer. In Dachau ließen auch Johann Treul und Peter Lackner ihr Leben.








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